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Siebenter Band. N - R.
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Pendel. 305

Ebene oscillirt, bis die Hindernisse der Bewegung es zum Still-stände bringen.

Das Pendel kommt unter beiden angegebenen Modificatio-nen häufig in Anwendung. Als blofs herabhängend zur Auffin-dung der Verticallinie oder Falllinie besteht dasselbe am ein-

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fachsten und zweckmäfsigsten aus einem Stücke Blei an einemfeinen, aber zum Tragen hinlänglich starken Faden, welcheEinrichtung so gemein ist, dafs ein solcher Apparat schlechthindas Loth oder auch das Bleiloth und das Suchen der verticalenLinie das Lothen , jLblotlien, so wie die Herstellung der hori-zontalen Ebene vermittelst desselben das Abbleien, ins Blei-Legen genannt wird 1 . Statt des Bleies nimmt man jedoch selbstfür gemeine technische Instrumente zuweilen messingne Kugeln,für physikalische und mathematische Instrumente geschieht die-ses allezeit, und zugleich läuft dann die Kugel unten in eineSpitze aus, um durch diese genauer deü Punct zu bestimmen,wo die verlängerte Falllinie die Oberfläche der Erde trifft. Beiastronomischen Werkzeugen, namentlich groTsen Sectoren, giebtein gemeiner Faden die Verticallinie für die erforderliche Ge-nauigkeit nicht hinlänglich scharf und wird daher mit einem fei-nen Metallfaden, meistens einem Silberfaden, vertauscht, undweil die Lothe aufserdem durch die geringfügigsten Ursachenleicht in Schwankungen versetzt werden, aus diesen aber nurlangsam zur völligen Ruhe kommen, so senkt man das Gewichtin ein Gefäfs mit Wasser herab, damit der Widerstand dieserFlüssigkeit die Schwingungen vermindert oder ganz aufhebt.

Von ungleich gröfserer Wichtigkeit und weit zahlreichemAnwendungen ist das Pendel in seiner zweiten angegebenen Mo-dification, nämlich insofern dasselbe als schwingend betrachtetwird, und wenn die Theorie und praktische Anwendung von je-nem in den wenigen hierüber so eben mitgetheilten Zeilen ziem-lich vollständig enthalten ist, so erfordert dieses für das Letz-tere sehr ausführliche und mitunter schwierige Untersuchungen.Zunächst betrachtet man nämlich zwar blofs die Schwere als die-jenige Kraft, welche den aus der angegebenen verticalen Linielünausgerückten Körper wieder in dieselbe zurückzieht, woraufer dann nach dem Gesetze der Trägheit in der erhaltenen Be-

1 Uebereinstimmend hiermit sind die französischen Ausdrucke:Plomb , Aplumb , Plomber , prendrt l’aplomb.

VII. Bd.

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