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Pendel.
mit absoluter Genauigkeit auf einander zuteduciren vermag, soist es unnöthig, die Pendel gerade so zu constrairen, dafs siegenau 86400 Secunden während eines Tages, sey es nach Ster-nenzeit, oder, was gewöhnlicher ist, nach mittlerer Sonnenzeit,schwingen, auch würde diese Aufgabe fast unmöglich, auf jedenFall schwieriger seyn, als das ganze Problem der Pendelmessung.Man begnügt sich vielmehr damit, die Länge eines gegebenenPendels genau zu messen und aus der Anzahl seiner Schwingun-gen die Länge des einfachen Secundenpendels für den gegebe-nen Ort abzuleiten, oder man lälst das nämliche Pendel an ver-schiedenen Orten schwingen und bestimmt den Unterschiedder Schwere aus den ungleichen Mengen seiner Schwingungen.Im letztem Falle ist es unnöthig, die absolute Länge des ge-brauchten Pendels zu kennen, jedoch hat man gerade hierauf inden neuesten Zeiten die meiste Mühe verwandt. Weil es übri-gens nicht hinreichendes Interesse gewähren kann, die gesamm-ten einzelnen Versuche zur Auflösung dieses Problems und dievielfach abgeänderten Constructionen der Pendel zu beschreiben,so beschränke ich mich darauf, nur die drei wesentlichsten Ar-ten solcher Pendel näher zu bezeichnen.
1) Das erste gemessene Secundenpendel war von einfach-ster Form und bestand aus einem dünnen Faden mit daran hän-gender Kugel von Blei oder gewöhnlicher von Messing. Einessolchen bediente sich schon Galileo Galilei 1 nach seinen er-sten Beobachtungen der im Dome zu Pisa oscillirenden Kron-leuchter, Huyghens 2 aber bestimmte vermittelst eines solchenden Fallraum in einer Secunde zu 15 par. Fufs und 1 Z., in-dem er zugleich den dritten Theil desselben als allgemeines Nor-malmafs einzuführen vorschlug. Später bemühte sich de Mai-ka» 3 , die Länge des Secundenpendels für Paris genau zu mes-sen, Bougueh 4 verglich die Pendellängen unter dem Aequa-tor und zu Paris . Der Faden zu diesen Pendeln wurde derFeinheit, Gleichförmigkeit und geringen Elasticität wegen zu-
1 Discorsi e dimostrazioni matematiche intorno a due nuoreScienze attinenti allaMeccanica cet. Disc. I. in Opere; Fiorenze 1718.4. JII Tom. 4. T. II. p. 538. T. 111, p. 171 u. 419.
2 Horologium oscillatorium. ln opp. var. ed. s’Gravesande. L.Bat. 1724. IV T. 4. T. I. p. 87.
3 Mem. de l’Acad. de Par. 1735. p, 273.
4 Pigure de la terre p. 342.