484
Photometer.
(weil 210 Fufs =2520 Zoll sind) geben, oder wenn man an-nimmt, dafs nur die Hälfte des Lichts reflectirt wird, so ist dasLicht des Sirius so schwach, dafs 20000 Millionen Sterne wieSirius erst die Sonne ersetzen würden. Die Sonne würde zueiner l40000maligen Entfernung hinaus rücken müssen, um solichtschwach zu erscheinen L
Es verdiente wohl eine nähere Prüfung, in welchem Gradeübereinstimmend wiederholte Versuche dieser Art ausfallen;dafs man keine so sehr grofse Genauigkeit von dieser Methodeerwarten darf, ist ziemlich einleuchtend, und Wollaston’sVersuche scheinen dieses auch zu beweisen. Wie man denSpiegel des Heliotrops einigermafsen zu dem Zwecke, das Son-nenlicht mit dem Kerzenlichte zu vergleichen, anwenden kann,habe ich im Art. Heliotrop angedeutet.
Um den Glanz verschiedener Sterne mit einander zu ver-gleichen, hat Herschel die Methode angewandt, durch zweiganz gleiche, neben einander aufgestellte Teleskope abwech-selnd zu beobachten. Man verkleinerte die Oeffnung desjeni-gen Teleskops, in welchem der gröfsere Stern beobachtet wurde,bis sein Licht so geschwächt erschien, dafs man ihn dem klei-nern , im andern Fernrohre beobachteten Sterne gleich schätzte.Da man dann aus dem Verhältnisse der beiden Durchmesserder bei den Beobachtungen angewandten Oeffnungen der Fern-rohre das Verhältnifs des von ihnen zu einem Bilde vereinigtenLichtes kannte, so ergab sich eine Vergleichung der Lichtstärkebeider Sterne.
Wo es blofs auf eine schärfere Vergleichung der Gleich-heit des Lichtes ankommt, da können Verdunkelungsgläser vonungleichem Grade der Durchsichtigkeit dienen ; zwei Sterne,die durch dasselbe Glas nur noch allenfalls gesehn werden kön-nen, sind gleich hell. Diese Vergleichung setzt indefs, wenndie Beobachtungen nicht unmittelbar nach einander angestellt wer-den, einen gleichen Zustand des Auges und der Luft voraus,und wenn man sich gefärbter Gläser bedient, möchte auch wohlein etwas ungleichfarbiges Licht zweier Sterne nicht ganz gleichdurchgelassen werden. Das von Lampadius vorgeschlagenePhotometer giebt zwar Abstufungen des Lichts an, jedoch nichteigentlich in verhältnilsmäfsigen Gradationen. Es besteht aus
O O
1 Poggend. Ann. XVT. 328.