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Siebenter Band. N - R.
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Allgemeine Bewegungsgesetze.

A. Bewegung gasförmiger Körper im Allgemeinen.

Es ist aufserordentlieh schwer, die Gesetze der Bewegungelastisch-flüssiger Körper mit der erforderlichen Schärfe aufzu-finden, weil sich die hierbei zu berücksichtigenden BedingungenderElasticität und Dichtigkeit fortdauernd ändern und die Räume,in welche sich die Ströme derselben ergiefsen, in der Regel durchallmälige Anfüllung, den herbeifliefsenden Massen keine freieAufnahme gestatten, die mannigfaltigen Hindernisse nicht zu er-wähnen , welche aus der Adhäsion an benachbarte Körper oderSchichten von Gasarten, vielleicht auch durch die eigene wellen-artige Bewegung im Innern dieser Ströme hervorgehn. Bisherhat daher die Analyse noch nicht vermocht, allen Bedingungengenügende Formeln für die Bewegungsgesetze der Gasarten auf-zufinden, und mufs daher manche Probleme ganz ungelöst las-sen oder sich mit genäherten Werthen begnügen. Inzwischenlassen sich auf folgende einfache Weise die wichtigsten Aufgabenso lösen, dafs dadurch die Theorie mit der Erfahrung in hinläng-lich genaue Uebereinstimmung gebracht wird.

1) Wenn man eine verticale Säule irgend einer Flüssigkeitannimmt und sie ihrer Unterstützung beraubt, so dafs sie hier-nach herabfallen müfste, so wird jede einzelne, willkürlich hochancenommene Schicht derselben nicht blofs für sich herabzu-

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fallen streben, sondern gleichzeitig auch von jeder höhern ge-drückt werden, und die Hydrodynamik 1 lehrt daher, dafs beistets gleichbleibender Länge der Säule diejenige Geschwindigkeiterzeugt werden müsse, welche ein von der Höhe derselbenherabfallender Körper erlangen würde. Es ist aber die mittlereGeschwindigkeit eines freifallenden Körpers, wenn die Fallzeitnach Sexagesimalsecunden gemessen wird, dem Producte derZeitdauer in den doppelten Fallraum während einer solchen Se-cunde gleich, oder c = 2gt, wenn c diese Geschwindigkeit,t die Zeit in Secunden und g den Fallraum während der erstenSecunde bezeichnet. Weil aber bei einer gleichmäfsig beschleu-nigten Geschwindigkeit die durchlaufenen Räume den Quadratender Zeiten proportional sind oder, wenn dieser Raum s genanntwird, s = t 2 g ist, so wird durch Substitution dieses Werthes 2

c = 2 y~ g s.

1 Vergl. Hydrodynamik Bd. V. S. 538.

2 Vergl. Fall Bd. IV. S. 6.

VII. Bd.

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