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Allgemeine 11 e w e g u n g s g e s e t z e.
auch lothrechte von ungleicher Dichtigkeit bilden können, diealsdann in Folge ihres gröfseren oder geringeren specifischen Ge-wichtes herabsinken oder aufsteigen müssen. Bei verschiedenenund also auch ungleich schweren Gasarten .findet das bereits er-örterte 1 merkwürdige Gesetz statt, dafs sie sogar den statischenGesetzen zuwider sich vermengen, wodurch die Erzeugung einerStrömung gehindert wird; denn obgleich das schwerere kohlen-saure Gas aus einem allmälig geneigten Glase in ein anderes,mit einem brennenden Lichte auf dem Boden versehenes, herab-fliefst und das Licht auslöscht, und Wasserstoffgas sich übereinem mit der Mündung aufwärts gerichteten Gefäfse anzündenläfst, auch atmosphärische Luft neben dem aufsteigenden Was-serstoffgas in das dieses letztere enthaltende Gefäfs einströmtund Knallgas bildet, so dauern doch alle diese Processe nurwenige Augenblicke und in nicht langer Zeit wird die Mengungvollständig bewirkt. Die einzige Ursache also, welche Luft-strömungen durch ungleiche Dichtigkeit verticaler Luftschich-ten oder grösserer Luftmassen bewirkt, ist die verschiedene Wärme,die übrigens nicht blofs viele, sondern wohl im eigentlichen Sinneunablässige Fluthungen herbeiführt. Sobald nämlich irgend eineder vielen hierbei wirksamen Ursachen die Temperatur einerbegrenzten Luftmasse erhöht oder vermindert, so mufs diesenach statischen Gesetzen aufsteigen oder herabsinken, weil dasGleichgewicht der Flüssigkeiten aufgehoben wird, sobald ihreDichtigkeiten eine Aenderung erleiden ,' die wegen der starkenAusdehnung der Gasarten durch Wärme gerade bei expansibelnFlüssigkeiten nicht geringer seyn kann, sobald der Temperatur-unterschied auch nur einige wenige Grade beträgt.
7) Inwiefern die Erzeugung der Winde auch aus dieserUrsache abzuleiten sey, wird in einem eigenen , diesem Gegen-stände gewidmeten, Artikel näher untersucht werden, allein es istzugleich an sich klar, dafs das Aufsteigen des Rauches (welcherwegen seines Gehaltes an Kohlenstoff und andern Bestandtheilenohne Temperaturerhöhung specifisch schwerer als atmosphärischeLuft seyn würde), der Luft über brennenden, glühenden oder nurheifsen Körpern, der erwärmten Luft in Zimmern und noch mehrin Heizkammern und andere diesen ähnliche Erscheinungen ausdieser Ursache abzuleiten sind. Auf diesem Grunde beruhn
1 S. Art. Atmosphäre Bd. I. S. 485.