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Polarisation des Lichts.
Platten mit gekreuzten Axen (oder so gelegt, dafs der Iiauptschnittder einen senkrecht gegen denHauptschnitt derandern ist), die Far-ben zeigen, die der Differenz ihrer Dicken gemäfs sind, folgt hiervon selbst. Denn wenn die erste Platte dem einen Strahle eine canzeUndulation Vorsprung gab, die andere, bei halb so grofser Dicke undeiner gegen die vorige Stellung senkrechten Itichtung des llaupt-schnitts, dem andern Strahle eine halbe Undulation, so behält je-ner offenbar nur die der Differenz der Dicken angemessene halbeUndulation voraus, und darnach richtet sich die Farbe.
70. Aber auch alle andere Umstände sind dieser Undula—tionstheorie gemäfs, und insbesondre zeigt es sich vollkommenrichtig, dafs die Polarisation des durch das Blättchen gegangnenStrahls als der ursprünglichen Polarisations-Ebene gemäfs er-scheint, wenn die Voreilung ganze Undulationslängen beträgt^dagegen um 2i davon abweichend, wenn die Voreilung unge-FJg. rade Hälften einer Undulation ausmacht. Ist nämlich PP' dieursprüngliche Polarisations - Ebene des in C die Ebene desPapie-res senkrecht treffenden Strahls, SS* der Iiauptschnitt des Kry-stallblättchens, so waren zuerst die Vibrationen auf PP' senk-recht, und werden zerlegt in Vibrationen senkrecht auf SS' imgewöhnlich gebrochnen Strahle , parallel mit SS’ im ungewöhn-lich gebrochenen Strahle. PCS ist der Winkel, den ich schonfrüher mit i bezeichnete, und die Vibrationsseschwindijjkeit ist= Cos.i im ersten und = Sin. i im zweiten Strahle, wenn siein dem ursprünglichen Strahle = 1 war. Sind dann diese bei-den Strahlen nach dem Durchgänge durch das Blättchen um eineganze Undulation verschieden, so gehn die Vibrationen zu-gleich von C nach T im einen, und von C nach S im andernStrahle, wenn sie der von C nach Q gehenden des ursprüngli-chen Strahls entsprechen; sie verhalten sich also jetzt ganzwieder so , wie vor dem Durchgänge , indem aus ihrer Zusam-mensetzung eine Vibration =1 nach CQ hervorgeht, und derStrahl ist in seinen Erscheinungen einem nach P P > polarisirten,nach CQ vibrirenden, gleich. Ist dagegen der eine Strahl umeine halbe Undulation voraus, so ist eine nach CS 7 gerichteteVibration des einen Strahls mit einer nach CT gerichteten desandern verbunden, und jene ist ihrer Gröfse nach durch Sin. i,diese durch Cos. i ausgedrückt; sie verhalten sich daher wie eineaus ihnen resultirende Vibration, die nach CU gerichtet wäre,wenn TCU=iist, und der Strahl zeigt sich also ganz, als ob