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Dünne k r y s t a 11 i s i r t e Körper,
auf einerlei Polarisation* - Ebene dadurch geschieht, dafs dieStrahlen zu Richtungen der Polarisation übergehn, die uni 180°verschieden sind 1 . Es sey also zuerst die Axe des Turmalin’s in die ursprüngliche Polarisations - Ebene, bei der Zuriickwer-fung vom Spiegel in die Vertical-Ebene, gestellt, wo sie diein dieser Ebene polrfrfcrirfen Strahlen nicht durchläfst. PP sev Fig
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diese Ebene; C sey derPunct, den das Auge als Mittelpunctder Ringe sieht, und'O sey ein um den Winkel PCO = i vonjener Ebene entfernter Punct in den Farbenringen , auf welchendas Auge gerichtet wird. Da die Axe des Krystalls in C ge-rade gegen das Auge gerichtet ist, so zerspaltet sich der vonO herkommende polarisirte Strahl in einen gewöhnlich gebro-chenen nach CO polarisirt, und in einen ungewöhnlich gebro-chenen parallel mit CE polarisirt. Ueide Strahlen erleiden beidem Eindringen in den Turmalin eine neue Spaltung, so dafsder erstere CO in einen abermals gewöhnlich gebrochenen nachCP polarisirten , und in einen ungewöhnlich gebrochenen nachCQ polarisirten Theil zertheilt wird, von dem zweiten, nachCE polarisirten , Strahle dagegen wird der jetzt gewöhnlich ge-brochene Theil nach CP, der jetzt ungewöhnlich gebrocheneTheil nach CQ' polarisirt. Bei der angenommenen Stellungdes Turmalin’s werden die nach CP polarisirten Theile nichtdurchgelassen und wir sehen die nach CQ und CQ’ polarisir-ten Theile. Diese zeigen sich uns vermöge verstärkender In-terferenzen da, wo die Voreilung der Undulationen des einenStrahls vor dem andern eine oder drei oder fünf oder siebenhalbe Undulationen beträgt, gerade so, wie es sich in der Er-fahrung zeigt. Ist statt des Turmalin’s ein Doppelspath mitseinem Hauptschnitte nach CP gerichtet aufgestellt, so gehnwirklich vier Strahlen hervor, deren zwei nach CP polarisirtin dem gewöhnlich gebrochenen Bilde vereinigt sind, zweinach CQ, CQ' polarisirte in dem ungewöhnlich gebrochenenBilde. In jenem Bilde erscheint, also eine bestimmte Farbe al-lemal da, wo die Voreilung der Undulationen eine ganze Un-dulation beträgt, und gerade in dieser Entfernung erscheinteben die Farbe gar nicht im andern Bilde, weil dort eine halbeUndulation verloren geht, und daher die Interferenz da eineauslöschende ist, wo sie in jenem Bilde eine verstärkende war.
1 Vergl. nr. 69.