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Siebenter Band. N - R.
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Dünne krystallisirtc Körper.

sich in den entstehenden Farbenringen. Um aber das Gesichts-feld gleichmäfsig zu erleuchten, und um durch die in dersel-ben Richtung liegenden Gegenstände nicht gestört zu werden,ist die Glaslinse II angebracht, durch welche die Lichtstrahlen Fig.gehn, ehe sie die erste Turmalinplatte G erreichen; der Urenn-punct dieser Linse liegt ungefähr da, wo die Krystallplatte Fihren Platz erhält, und E ist die zweite Turmalinplatte, dienahe an das Auge gehalten wird.

Die Linse und die erste Turmalinplatte sind in eine Mes-singröhre gefafst, und eine zweite Röhre, in welcher die erstesich herein- und herausschieben läfst. ist mit der Fassung deszweiten Turmalins verbunden. Die erste Röhre kann ganzaus der zweiten herausgenommen werden, damit man die Kry-stallplatte F auf der für sie bestimmten OelThung befestigenund mit verschiedenen Krystallplatten den Versuch wiederho-len könne. Die Oeffnung F beiindet sich in der Grundflächeeines kurzen Cylinders cd, dessen Wände sich an die RöhreARCD anschliefsen , damit man den Krystall drehen könne,während die Turmalinplatten ihre Stellung behalten. Um dieseDrehung zu bewirken, ist dieser kurze Cylinder mit einemAnsätze e versehn, der sich in einem durch etwa 120° ge-henden Einschnitte der äul'sern Röhren herumschieben läfst.

So ist man im Stande, während der erste Turmalin seine Stel-lung ungeändert behält, erstlich den Krystall in alle erforder-liche Stellungen, so dafs seine zwischen beiden optischen Axengezogene Linie mit der Axe des ersten Turmalin’s zusammen-fällt, oder sich bis auf 90° und mehr von derselben entfernt,zu bringen. und zweitens bei jeder gewählten Stellung desKrystalls die Axe des zweiten Turmalin’s in alle verschiedeneRichtungen zu stellen.

Dieses Instrument ist aber nicht bloTs bequem, um dieFarbenringe zu sehn, indem man das Auge an den zweitenTurmalin bringt, sondern man kann auch, wenn im finsternZimmer ein Sonnenstrahl auf die Linse FI fällt, die Farben-rinne auf einer vor E in mäfsiger Entfernung gehaltenen wei-fsen Tafel projicirt darstellen.

80. Um das System dieser Farbenringe genau kennen zulernen, werde ich zuerst die Gestalt jedes einzelnen gleichfar-bigen Ringes betrachten, dann auf die dunkeln oder hellenLinien kommen, von welchen sie durchkreuzt werden, und