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D ü u 11 e k r y s t a 11 i s i r te Körper.
85- Warum diese schwarzen Linien erscheinen, läfst siclider Hauptbestimmung nacli leicht zeigen. Wir wissen ausdem Vorigen, dafs sie da erscheinen, wo die aus dem Kry-stalle hervorgehenden Strahlen ihre ursprüngliche Polarisationbehalten haben und daher vom Turmaline nicht durch'gelassenwerden. In dem Falle, den ich so eben unter 1. angeführthabe, ist dieses offenbar der Fall bei den Strahlen, die in derVertical - Ebene liegen; denn jede Axe allein würde ohneZweifel die Strahlen theils in einer durch die Axe gehendenEbene, theils senkrecht gegen dieselbe polarisiren, kommenaber die Strahlen in einer Polarisation an , deren Polarisations-Ebene durch beide Axen geht, so ändert sich die Polarisationgewifs nicht. Aber auch die Strahlen, die in einer durch dieMitte zwischen beiden Polen gehenden Horizontal - Ebene lie-gen, behalten ihre Polarisation, weil die Einwirkung beiderAxen auf sie völlig symmetrisch und gegenseitig zerstörend ist.Der 5te Fall läfst sich fast genau ebenso erklären, nur mit demUnterschiede, dafs hier in der horizontalen, durch beide Axengehenden Ebene die Lichtstrahlen ihr^ Polarisation senkrechtauf diese Ebene behalten.
fm zweiten Falle, wo die Richtungslinie Pp, die Verbin-Fig.
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dungslinie zwischen beiden Polen , nur Wenig von der Ebeneder ursprünglichen Polarisation abweicht, werden offenbar dieum die Mitte M liegenden Strahlen in zwei nach Pp und senk-recht auf Pp polarisirte zerlegt und aus diesen gehn im Turma-line Strahlen hervor, die durchgelassen werden; die dunkelnLinien sind daher von M zurückgewichen. Bei beträchtlichweit nach B oder b liegenden Strahlen nähert sich die Einwir-kung beider Axen noch der Gleichheit, und Bb wird eineAsymptote seyn , woran sich die Aeste der dunkeln Ctirve an-schliefsen. Dafs die Citrve durch P und p geht, versteht sichvon selbst, indem in diesen Tölen die polarisirten Strahlen im-mer durchgehn, ohne ihre Polarisation zu ändern.
Ebenso liefse sich eine oberflächliche Betrachtung für allein den Figuren 101 bis 103 dargestellte Fälle durchführen, aberauch die allgemeinere Bestimmung der Gestalt der dunkeln Li-nien ist nicht sehr schwierig. Um sie zu entwickeln, mufs ichnur den Hauptsatz anführen, den Biot als geltend für die Po-larisation der beiden in zweiaxigen Krystallen bei der doppel-ten Brechung entstandenen Strahlen angiebt und den auch