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Siebenter Band. N - R.
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In nicht krystallisirten Körpern. 813

mehrere auf einander legen, um wenigstens einigermafsen dasschwarze Kreuz zu erkennen.

98. Die Figuren selbst bestimmte auch Seebeck schon fürverschiedene Formen der Gläser. Sind es quadratische Gläser,welche, ohne dafs die eine Seite schneller als die andre ge-kühlt ist, diese Eigenschaft erlangt haben , und die man dem pola-risirten Strahle so aussetzt, dafs die Seiten mit der Polarisations-Ebene des aus dem ersten Spiegel polarisirt hervorgehendenStrahls parallel oder auf dieselbe senkrecht sind, so sieht manim zweiten , auch auf den Polarisationswinkel gestellten Spie-gel, wenn die Reflexions - Ebenen beider auf einander senk-recht sind , folgendes. In allen schnell gekühlten Gläsern zeigtsich mitten ein schwarzes Kreuz, dessen Arme den Seiten desGlases parallel, also mit der ersten Reflexions - Ebene parallelund darauf senkrecht sind. Diese Gegenden des Glases erthei-len also dem durch das Glas gehenden Lichte nicht die Fähig-keit, vom zweiten Spiegel reflectirt zu werden, die vier F'el-der an den Ecken des Glases zeigen sich dagegen hell, und inihrer Mitte sind farbige Flecke, so dafs das dort durchgegan-gene Licht entweder gänzlich oder doch in Beziehung auf ge-wisse Farben depolarisirt, der Zurückwerfung fähig gewordenist. Wenn nur eine Glasplatte von einigen Linien dick ange-wandt wird, so erscheinen beinahe in der Mitte jedes Feldesbräunliche Flecken; aber wenn man zwei gleiche Gläser aufeinander legt, so tritt meistens schon ein bläulicher, rundummit braun und einem gelblichen Rande umgebener Fleck her-vor. Bringt man mehrere gleiche quadratische Gläser mit denRändern auf einander passend in den polarisirten Strahl, sotreten immer neue Farben aus jenen Farbenflecken hervor undes zeigt sich je mehr und mehr deutlich, dafs das schmalergewordene, nun mit einem bläulichen Rande eingefafste,schwarze Kreuz gegen jeden jener Mittelpunkte zu sich an eineFarbenreihe anschliefst, die der Newton’schen Farbenreihe ent-spricht. Das schwarze Kreuz selbst stimmt mit dem schwar-zen Flecke in den Newton’schen Farbenringe überein, es istmit einem bläulichen Rande umgeben, der in Weifs übergehtund dieses Weifs ist an der andern Seite mit einem gelbenund rothen Bogen begrenzt; die folgenden Farbenbogen bieten,gegen ihren Mittelpunct zu fortschreitend, fast strenge dieNew-ton’sch» Farbenfolge dar, welche bei Newton’s Farbenringen