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Polarisation des Lichts.
sich eine weifse Welle von der Mitte EF her aus, und diesedrängen gleichsam das Schwarz in den in der Figur angezeig-ten, die drei Felder trennenden schwarzen Linien zusammen.Eine gelbe Welle, dann eine orangefarbene, dann eine rothedrängen sich hierauf von der erhitzten Seite A ß vorwärts, undihnen folgen die Farben der zweiten und der höheren Ord-nungen, zuweilen bis zur zehnten Ordnung, in dem an ABanliegenden Felde. Später gehn eben diese Farbenfolgen vonCD aus, und auch von der Mitte EF gehn solche Farbenwel-len gegen die schwarzen Linien zu. Aber nie verdrängt diegelbe Welle das Weifs ganz, nie das Orange ganz das Gelb u. s. \v.,sondern es bildet sich vom Schwarz an die Farbenfolge gegendie Mitte und gegen beide Ränder zu. Diese Zunahme derF’arbenstreifen dauert aber nur eine Zeit lang; sobald die Er-hitzung der Glasplatte sich der Gleichförmigkeit nähert, ver-mindert sich, vorzüglich in dem Felde zunächst an AB, dieAnzahl der Streifen, später vermindert sie sich auch in denübrigen Feldern, und endlich verschwinden selbst die schwar-zen Streifen, wenn die Erwärmung der Gleichförmigkeit nahekommt. Beschleunigt man, nachdem diese eingetreten ist, dieAbkühlung an dem einen Rande der Platte durch ein darangehaltenes kaltes Eisen, so treten ähnliche Erscheinungen ein.Sind die Platten schmal, so sind die beiden äufsern Feldernicht sehr ungleich, sind die Platten über zwei Zoll breit, soist das erhitzte Feld schmaler und mit enger an einander lie-genden Farbenstreifen geziert, als das an der andern Seite,und auch das mittlere Feld ist in zwei ungleiche Hälften durchdie Linie getheilt, welche die Farbe der höchsten Ordnungdarbietet.
101. Wenn die ungleichförmig erhitzte Platte dem po—larisirten Strahle ausgesetzt wurde und man brachte mit ihrparallel eine Gypsplatte an, die auch nur eine eben solche inden ersten Farbenringen liegende Farbe zeigte, wie die Glas-platte, so gingen in den beiden äufsern Feldern die Farbenherunter, oder verhielten sich, wie es dünnem Blättchen an-gemessen ist, wenn der Hauptschnitt des Gypsblättchens paral-lel der erhitzten Seite war; dagegen ging die Farbe den hö-hern Ordnungen zu, wenn der Hauptschnitt des Blättchenssenkrecht auf die erhitzte Seite war. In dem mittleren Feldefand das Entgegengesetzte statt. Buewster nimmt daher an,