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Siebenter Band. N - R.
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Polarisation des Lichts.

ses Gelehrten, mit ausgezeichneter Sorgfalt durchgeführt. Etbediente sich einer ganzen Folge ungleich dicker Bergkrystall-platten, die grofsentheils aus demselben Krystalle geschnittenwaren; da bei diesen die Drehung, von der ich sogleich re-den werde, von der rechten nach der linken Seite gehn mufste,was Biot so bezeichnet: Op - so werde ich zuerst von dieserDrehung allein reden, ohne jetzt schon auf den Umstand, dafs beiandern Krystallen die Drehung die entgegengesetzte seyn mufs,Rücksicht zu nehmen. Das polarisirte Licht ging in allen hierzu betrachtenden Fällen in senkrechter Richtung durch die Kry-stallplatte, so dafs die in der Mitte des Sehefeldes liegendenStrahlen genau mit derKrystall - Axe zusammenfielen; der Dop-pelspath, durch welchen hierauf der Strahl gehn mufste, umbeide Ringsysteme zugleich zu sehn, wurde bei dem Anfängedes Experiments immer mit seinem Hauptschnitte der ursprüng-lichen Polarisations-Ebene parallel gestellt, dann aber nachund nach gedreht, so dafs dieser Hauptschnitt andere Winkelmit der Ebene der ersten Polarisation machte, und diese Win-kel werden von jener ersten Stellung auf 0° an gezählt.

Immer, wenn der Doppelspath auf 0° stand, zeigte dermittlere Kreis des ungewöhnlichen Bildes eine Färbung; aberwenn die Krystallplatte nur 0,4 Millimeter dick war, so wardiese Färbung eine sehr dunkle, ein tiefes Blau, und eineDrehung von 9°,75 reichte zu, um dieses zu einem höchstdunkeln Purpur zu bringen, so dafs nun das Schwarz des mitt-lern Kreises beinahe völlig hergestellt war. War die Dickeder Platte =0,488 Millimeter, so mufste die Drehung schon11 °, 5 betragen, wenn das Blau in der Mitte auf die dunkelsteFärbung sollte zurückgeführt werden, und so mufste bei nochgröfsern Dicken der Drehungswinkel, um die dunkelste Fär-bung hervorzubringen, noch mehr betragen, bei 1,184 Mil-limeter 28°,5, bei 2,094 Mill. 50° U. s. w. Aber bei gröfsernDicken ist nun auch bei der anfänglichen Stellung des zerle-genden Doppelspaths auf 0° die Farbe in der Mitte nicht mehrblau, sondern schon bei der Dicke von 1,184 Millim. weifs-lich blau, bei 3,478 Mill. reines Weifs, bei 5,044 Mill. schö-nes Orange, bei 5,985 Mill. lebhaftes Roth, bei 7,082 Mill.Purpur, bei 7,935Mill. Blau. Offenbar gehn hier die Färbun-gen der Mitte nach der Newton’schen Farbenreihe fort unddie beiden zuletzt genannten Farben gehören schon zur zweiten