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Siebenter Band. N - R.
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Durch Metallflächen.

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fallswinkel zu 90°, die auf ähnliche Weise zu Herstellungder geradlinigen Polarisation erfordert werden. Diese vonBrewster angegebene Uebereinstimmung mit der Ellipse kannman indefs nicht gerade als vollkommen streng ansehn, daNeumann, der auch diese Versuche theoretisch beleuchtet,zeigt, dafs die beobachteten Winkel wohl um mehr als 1°unsicher sind. Eben diese höchst schätzenswerthe Untersu-chung Neumann’s , die überhaupt in den ganzen Gegenstandmehr Licht und Zusammenhang bringt, zeigt, dafs die Theo-rie alles das finden lehrt, was Brewster’s Versuche ergeben,und dafs selbst die erheblich scheinenden Abweichungen derTheorie von der Erfahrung als gering erscheinen , wenn manrichtig aufsucht, welche geringe Aenderungen der den theoreti-schen Bestimmungen zum Grunde gelegten Zahlen nur erforderlichsind, um bei den entferntem Resultaten mehr Uebereinstimmunghervorzubringen. In Rücksicht auf das Einzelne mufs ich aufjene beiden Abhandlungen verweisen.

141. Aber einen sehr merkwürdigen Umstand mufs ichnoch hervorheben. Der Winkel des Polarisations-Maximumsist, wie sich erwarten läfst, nicht gleich für die verschiede-nen farbigen Strahlen. Beim Silber z. B. ist der Polarisations-winkel = 73° für die hellsten (die mittlern gelben) Strahlen,dagegen 70°,5 für die blauen, 75°,5 für die rothen. Wennman also einen weifsen Lichtstrahl zweimal unter 70°, 5 vomSilber zurückwerfen läfst, so ist zwar der blaue Strahl zurgeradlinigen Polarisation, und dieses in der Ebene, deren Nei-gung — 39° 48’ ist, zurückgeführt, aber der rothe ist nichtzur geradlinigen Polarisation zurückgeführt. Stellt man daherden Hauptschnitt des zerlegenden Prisma’s in — 39° 4S\ sogeht vom blauen Strahle nichts in das ungewöhnliche Bildüber, wohl aber von den rothen Strahlen. Aber hier verdientnun ein unerwarteter Umstand hervorgehoben zu werden. Dawir die Tangente des Polarisationswinkels als das Brechungs-verhältnifs angebend ansehn können, so ist dieses für Silberbei den rothen Strahlen = Tang. 75° 30 — 3,866, bei denblauen Strahlen = Tang. 70° 30'= 2,824. Ganz gegen allesonst bekannten Erfahrungen würde also hier der rothe Strahlweit stärker als der blaue gebrochen, oder wenigstens wird,wie Neumann es ausdrückt, die gleiche Verzögerung d beiblauem Lichte unter einem kleineren Einfallswinkel hervorge-