Band 
Siebenter Band. N - R.
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P o J y u p l e r.

in C eintreflen kann, dafs er abermals gebrochen nach COzum Auge gelangt. Da aber dasselbe sich in mehreren ver-schiedenen Facetten ebenso wiederholen kann, so kann dasAuüe O den Tunet A mehrmals sehn , und es kommt auf dieLage der Seitenflächen, vorzüglich auf die Anzahl der rund uma herum liegenden Flächen und auf die Lage des l’uncts Aund des Auges O an, wie oft dieses geschehn kann. DasAuge sieht also den Gegenstand sovielmal vervielfältigt, alsdas Glas Facetten hat, weil man allezeit den Gegenstand da-hin setzt, wohin der vom Auge aus verlängerte Lichtstrahlt rillt.

Ein andrer Zweck der polytedrischen Gläser ist, dafs einevorgelegte, dafür eingerichtete Zeichnung durch das Glas einenGegenstand zeigt, den man bei gewöhnlicher Betrachtung derZeichnung nicht in ihr zu finden glaubte. Ist nämlich dasGlas so geschliffen , dafs von der Mitte C die Pyramidenseiten Fig\vie ABC nach allen Seiten hinaufwärts gehn, so sieht das ^Auge O den Gegenstand V und die ihn zunächst umgebendenso, als ob sie in der Richtung Ov lägen, und folglich, wennacht solche Pyramidenseiten an einander grenzen, so erhältman aus acht verschiednen Gegenden V der Tafel vV einzusammengestücktes Bild, das sich, wenn alles gut angeord-net ist, als ein einziges zusammenhängendes darstellen mufs.Man nennt diese Darstellung ordentlicher Figuren aus verzerr-ten oder zerstreuten Theilen vermittelst solcher Rautengläseroder auch konisch geschliffener dioptrische Anamorphosen 1 .

Es ist nicht der Mühe werth , bei diesem kaum zur Be-lustigung, noch weniger zur Belehrung dienenden Gegenständelänger zu verweilen 2 .

B.

P o I y n j) 1 e r.

Polyoptron. Unter diesem Namen führt Gehleh dieGläser auf, die an der hintern Seite eben sind, an der vor—

1 Vergl. Art. Anamorphose. Bd. I. S. 291.

2 Gehler verweist auf eine Abhandlung von Leutmakn in denComin. Acad. Petrop. IV. 194. und auf dessen Anmerkungen vom Gla>-schleifeu.