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Siebenter Band. N - R.
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Presse.

und derselbe blofs hinreichend seyn mufs, um die im unternCylinder befindliche, mit den zu extrahirenden Stoffen gesät-tigte Flüssigkeit herabzudrücken.

Das zweite Princip, welches bei der Extractionspresse inBetrachtung kommt, ist gleich anfangs von Döbeheineh richtigaufgefafst Worden. Man bereitete nämlich bis dahin die Ex-tracte auf die früher gewöhnliche Weise durch Auf°iefsen derextrahirenden Flüssigkeiten auf die mehr oder minder verklei-nerten Stoffe, deren auflösliche Substanzen von den Flüssig-keiten aufgenommen und mit diesen verbunden nachher ab-gegossen wurden. Es ist aber augenfällig, dafs bei diesemVerfahren eine nicht unbedeutende Menge der zu extrahiren-den Substanzen in jenen locker zusammengehäuften StoffenZurückbleiben mufs, selbst Wenn man mechanischen Druckan wendet, weil eben durch diesen die äufseren, mehr zusam-mengeballten Lagen eine minder leicht durchdringliche Hüllebilden. Dübeheixeh 1 zeigt dagegen, dafs die zu extrahiren-den Substanzen sich inniger mit den auflösenden Flüssigkeitenverbinden, wenn diese nach und nach in steigender Mengezugesetzt werden, woraus namentlich mit Wasser mehr undminder dickflüssige Hydrate entstehn. Es müssen daher dieF.Xtracte zuvor in den gehörig zerkleinerten Substanzen durchallmäliges Zulassen der auflösenden Flüssigkeiten gebildet unddann ohne ein gleichzeitig stattfindendes Zusammenballen je-ner durch den mechanischen Druck der nachfliefsenden Flüs-sigkeit getrennt werden. Döbeheineh sagt dann weiter: „Er-„wägt man aber, dafs die mit auflöslichen Substanzen ge-schwängerte Flüssigkeit specifisch schwerer ist, als dieselbe,,in ihrem reinen Zustande, und dafs sie vermöge dieser grö-sseren Schwere aufhört, der Capillarität der festen Substan-zen zu unterliegen, wenn dieselbe anderweitig befriedigt„wird, z. B. dadurch, dafs man auf ihr Resultat oder Product„eine Flüssigkeit von minderer Dichte drückend wirken läfst 2 ,

1 G. LX. 14.

2 Dickflüssige Extracte zeigen in der Regel eine stärkere Ca-pillaranzieliung, als die extrahirenden Flüssigkeiten, allein dieseskommt hier bei stattfindendem mechanischen Drucke wenig in Betrach-tung und aufserdem fehlen uns hierüber hinlänglich genaue Ver-suche.