Presse.
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wasserdichte Linderung in der Bodenplatte AB auf- und ab-wärts gezogen wird, und zum Heben grofser Lasten bestimmtist. Zum untern Theile des grofsen Cylinders fuhrt derCanal bd, welcher durch ein Kegelventil bei a dem Wasserden Rückgang verschliefst, und in den kleinen Cylinder mnmundet. Letzterer ist unten durch das Kegelventil g ver-schlossen, oben aber durch das eingeschobne Stück rs, wel-ches mit einer Linderung versehn ist, durch welche der mas-sive Stab h wasserdicht schliefsend auf- und abwärts bewegtwird. Z.ieht man diesen vermittelst eines Hebels in die Höhe,so entsteht im kleinen Stiefel ein leerer Raum, das Wasserdringt durch das mit feinen Löchern zur Abhaltung etwaigenSchmuzes versehene Gefäfs p ein, hebt das Ventil g, und fülltden innern Raum des kleinen Cylinders; drückt man ihn da-gegen nieder, so schliefst sich das Ventil g theils durch seineignes Gewicht, theils durch den Druck des geprefsten Was-sers, welches das Ventil a hebt, und durch den Canal bd inden grofsen Stiefel dringt. Die Schraube c dient dazu, ver-mittelst des kleinen Stiftes das Ventil a so stark zu schliefsen,dal’s es durch den Druck des Wassers nicht gehoben werdenkann, und ist nur in denjenigen Fällen nöthig, wenn mit demkleinen Cylinder mn zwei Canäle, die zu zwei grofsen Stie-feln führen, verbunden sind, mit denen man abwechselndprefst, so dafs die eine Presse stillsteht, wenn die andre ge-hoben wird. Ist die Pressung oder die Hebung vermittelstder Stange HG' vollendet, so wird die Schraube e gelüftet,deren untere konische Spitze den Canal f verschliefst, nachdessen Oeffhung das Wasser aus dem weiten Cylinder ab-lliefst, worauf der Embolus E F durch sein eignes Gewichtherabsinkt.
Die hier beschriebene Construction der hydraulischen Presseist die ältere, und scheint nach den von mir in England ge-sehenen Exemplaren zu urtheilen dort noch jetzt, wenigstenszum Theil, in Gebrauch zu seyn. Hachette 1 aber bemerkt,dals es bei den für starke Pressungen bestimmten kaum mög-lich sey, das Hervordringen des Wassers neben dem Embo-lus zu verhüten, und er beschreibt daher folgende Einrich-tung derselben. Statt des Embolus wählt man einen massiven
1 Traite’ elementaire de» machines. 4me ed. Par. 1828. 4. p. 208.