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Siebenter Band. N - R.
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Luftpyrometer.

im Glase sammt dem Sphäroide auf die Normaltemperatur desApparats gekommen ist, das Sphäroid mit einem Zängelchenheraus, trocknet es schnell mit feinem Fliefspapier ,ab undbestimmt auf einer feinen Waage das Gewicht des eingedrung-nen Wassers, wonach die Ausdehnung der eingeschlossenenLuft und somit der Grad der erreichten Hitze bestimmt wer-den kann. Das Sphäroid wird nämlich nach seiner Anferti-gung vom Künstler gewogen, dann mit Wasser von 20° C.,als der bestimmten Normaltemperatur, auf welche es beim Ge-brauche wieder gebracht werden mufs, gefüllt, dann abermalsgewogen, und nach dem Gewichte des Wassers, welches das-selbe ganz ausfüllt, und dem des nach dem Abkühlen einge-drungenen kann leicht die Ausdehnung der Luft, folglichauch der erreichte Hitzegrad , berechnet werden. Eine hierzuerforderliche Tabelle, welche neben den Gewichten zugleichdie Temperaturen enthält, kann sich zwar ein jeder selbst fürsein Pyrometer verfertigen, allein es verstellt sich von selbst,dafs ein geübter Künstler auch dieses mühsame Geschäft über-nehme und dem von ihm gemachten Apparate eine solcheTabelle beifüge.

Das hier beschriebene Pyrometer empfiehlt sich ausneh-mend durch seine Einfachheit, seine Sicherheit und denUmfang der damit mefsbaren Temperaturen. Weil die Aus-dehnung der Luft durch Wärme bei jedem Grade ihrer Dich-tigkeit gleich ist, so hat man überall nicht nöthig, den Ba-rometerstand zu berücksichtigen, indem sich nicht annehmenläfst, dafs derselbe während der kurzen Dauer des Versuchsvom Zeitpuncte der stärksten Erhitzung bis zur beginnendenWägung eine bedeutende Veränderung erleiden sollte; dennselbst wenn dieses während der Wägung der Fall wäreund durch verminderte Dichtigkeit der in der Kugel zurück-gebliebnen Luft etwas Wasser herausgetrieben würde , so gäbedas gefundene Gewicht auch diesen Antheil dennoch mit an.Die veränderte Dichtigkeit der Luft, welche zu den verschied-nen Zeiten der Versuche darin enthalten ist, darf aber alsunbedeutend vernachlässigt werden , ebenso wie der Feuchtig-keitszustand, insbesondere wenn man die ursprüngliche, zurnormalen Regulirung dienende Wägung mit Luft vornimmt,welche bei 20° C. mit Feuchtigkeit gesättigt ist, indem mandie Kugel zuerst mit solcher Luft, nachher mit Wasser von