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P y r .o m e t r i e.
vielfache Correctionen erfordernde pyrometrische Messungen inVorschlag. Dahin gehört die Vergleichung der Ausdehnunganderer Metalle mit der des Platins, um durch jene, die zwei-bis dreifach so grol's als.die des Platins ist, die Ausdehnungdes letztem genauer auszumitteln und dadurch die Messungenmit dem Platinpyrometer sichrer und schärfer zu machen. Au-l'serdem schlug er vor, die Wärme der Körper, nachdem sieeiner grofsen Hitze ausgesetzt gewesen waren, vermittelst desCalorimeters zu messen, welches allerdings zu genügendenResultaten führen könnte, wenn nur namentlich das Eis - Ca-lorimeter von Lavoisieh zu sehr scharfen Messungen geeignetund die speciftsche Wärme der angewandten Körper mit hin-länglicher Sicherheit bekannt wäre. Gleichen Unsicherheitenwar auch das Verfahren ausgesetzt, die Wärme der erhitztenKörper durch Mittheilung derselben an Wasser (Wassercalo-rimeter) zu messen. Endlich wandte Gunton de Morveaunoch das Mittel an, die niedrigem Grade des Wedgwood’schenPyrometers mit den bekannten Temperaturen siedender Flüs-sigkeiten, namentlich des Quecksilbers, und mit den Schmelz-puncten nicht strengllüssiger Metalle zu vergleichen.
ln den neuesten Zeiten hat hauptsächlich J. F. Daniele 1eine sehr grofse Menge pyrometrischer Versuche angestelltund dabei, ebenso wie seine Vorgänger Wedgwood und Guy-ton de Morveau , durchaus sachgemäfs beabsichtigt, diejeni-gen hohen Temperaturen mit Genauigkeit aufzufinden , bei de-nen die verschiedenen Metalle schmelzen und die ungleichenGrade des Glühens zum Vorschein kommen 2 . Flierzu bedienteer sich der von ihm erfundenen Pyrometer; allein es ist indem diesen Apparaten gewidmeten Artikel bereits nachgewiesenworden, dafs auch diese nicht frei von unvermeidlichen Fehlernund daher die erhabnen Resultate höchst unsicher sind. Man darfalso mit Recht sagen , dafs aller zahlreichen Bemühungen unge-achtet die Pyrometrie noch in ihrer Kindheit sey, und es bleibtnoch immer fraglich, ob die Anwendung der viel versprechen-den Luftpyrometer einen bedeutenden Zweig der physikalischenWissenschaften merklich weiter zu fördern geeignet sey.
_ M.
1 Phil. Trans. 1829 u. 1831.
2 Die erhaltenen Resultate werden im Art. Wärme, Schmelzen,mitgetheiit und näher geprüft werdeu.
VII. Bd.
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