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Siebenter Band. N - R.
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Dieses seit den ältesten Zeiten bekannte Metall findet sichhäufig gediegen und als Schwefelquecksilber, selten in Ver-bindung mit Selen oder Chlor. Es wird durch Destillationder Erze in Berührung mit Luft,- Kallf'oder Eisenhammerschlaggewonnen, welche ihm den Schwefel entziehn.

Das Quecksilber gefriert bei — 39°, 44 C. unter beträcht-licher Zusammenziehung zu einer sehr weichen, ductilen Masse.Bei gewöhnlicher Temperatur erscheint es als eine zinnweifse,»ehr cohärente Flüssigkeit, deren gpecifisches Gewicht nachRarsten 13,5592, nach Cavenoish und Bttissov 13,568, nachFahrenheit 13,575 und nach Binm.E 13,613 beträgt. DurchSchütteln oder Reiben mit fremdartigen Körpern, wie Wasser,Oel, Pulvern u. s. w., wird es durch immer feinere Zertheilungseiner Tropfen in ein graues, glanzloses Pulver, den ^etkiopsper se, verwandelt, welches das Exstinguiren oder Tödtendes Quecksilbers genannt wird, Riefst aber nach Entfernungder dazwischen gelagerten Körper sogleich wieder zum lau-fenden Quecksilber zusammen. Der Siedepunct des Quecksil-bers liegt nach CrichtoN bei 346°, nach Üat.ton bei 349°,nach Heinrich bei 356®, nach Düi.ong und Pftit bei 360°;doch verdunstet es auch schon bei gewöhnlicher Temperatursowohl im luftleeren als auch im lufterfüllten Raume.

Seine Verbindungen mit Sauerstoff’ sind :

1. Das Quecksilberoxydul (202 Quecksilber auf 8 Sauer-stoff) ist ein schwarzes Pulver, welches sich bei Einwirkungvon Licht oder Wärme in Metall und Quecksilberoxyd zer-setzt. Seine Salze sind meistens farblos und von celind jnfri-

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ger Wirkung; phosphorige und schwefelige Säure, Kupfer undviele andere Metalle schlagen aus ihnen metallisches Quecksil-ber nieder; ätzende Alkalien fällen sie schwarz, Phosphor-säure weifs, Hydrothionsäure braunschwarz, Hydriodsäure gelb,Salzsäure weifs, chromsaure Alkalien scharlachroth. Das sal-petersaure Quecksiberoxydul wird durch Auflösen überschüs-sigen Quecksilbers in kalter verdünnter Salpetersäure erhaltenund schiefst aus der farblosen Auflösung, welche die Hautsclnvarzroth färbt, in kurzen weifsen Säulen an.

2. Das Quecksilbirorrd oder der rothe Präcipitat (101Quecksilber auf 8 Sauerstoff) wird gewöhnlich durch Erhitzendes Quecksilbers mit Salpetersäure bis nahe zum Glühpuncteerhalten; es erscheint in ziegelrothen, glänzenden Körnern oder