1027
Ursprung derselben.
mittlere Tiefe und 100 F. mittlere Geschwindigkeit in einerMinute, wonach also 200000 Kub. 1'. Wasser in dieser Zeit;mithin 105120 Millionen Kub. Fufs oder nicht ganz der sechsteTheil der obigen Menge jährlich durch die Brücke fliefsen.
Die so eben erwähnte, bei weitem am ersten sich auf*dringende Hypothese fand bedeutende Gegner in Perravlt 1 2und de la Hihe 2 . Beide beriefen sich auf die schon vonSeneca geäufserte Bedenklichkeit, dafs das atmosphärischeWasser gar nicht tief in die Erde eindringe, und aufserdemStellte Letzterer zur Prüfung und Widerlegung eigene Versu*che an. Er grub eine Schüssel 8 Fufs tief etwas schief lie«send in die Erde, und leitete von ihrer tiefsten Stelle eine12 FuTs lange bleierne Röhre in den Keller, aus welcher je-doch während 15 Jahren kein Tropfen Wasser auslief. Eineandere Schüssel mit 8 Z. hohem Rande und von 64 QuadratzollFlächeninhalt wurde 8 Z. tief an einem weder der Sonne nochdem Winde ausgesetzten Orte eingegraben, gab aber vom 12.Juni bis zum nachfolgenden 29- Febr. kein Wasser und dannnur etwas weniges, nachdem es geregnet hatte und sogleichein starker Schnee gefallen war. Als die nämliche Schüssel16 Z. tief eingegraben wurde, gab sie gleichfalls kein Wasserund die über ihr stehenden Pflanzen vertrockneten aus Mangelan Feuchtigkeit. Aus diesen Versuchen schliefst de la Hike,das atmosphärische Wasser dringe nicht in den Boden, wenner nicht ausnahmsweise aus Kies bestehe oder damit gemengtsey, und somit könnten auch nur wenige Quellen ihren Ur-sprung aus den Hydrometeoren erhalten. Perkault berief sichauf Untersuchungen, wonach) selbst auf Hügeln , ebenso wie aufweiten Flächen , auch die stärksten Regen niemals über 2 Fufstief eindringen. Den hierauf gebauten Schlüssen setzt Ma-Biotte die Behauptung entgegen , dafs ein tieferes Eindringendes atmosphärischen Wassers blofs bei unangebauten Gegendenstatt finde, wobei ihm die oben erwähnten Erfahrungen beiden Gewölben der pariser Sternwarte und andere zum Beweisedienten.
Sedileau 3 erklärte sich gegen Mahiotte’s Hypothese,
1 Oeuvres diverses. T. II. p. 787.
2 Me’m. de l’Acad. 1703. p. 68.
8 Me'm. de l’Acad. 1693. p. 117.