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Siebenter Band. N - R.
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Quelle.

Quellen bedingt, es giebt aber selbst in vulcanischen Gegen-den solche Quellen, deren Temperatur nicht höher ist, alssie durch die Wärme der .äufsern Erdkruste und der Iiydro-meteore bedingt wird, weil seit dein Aufhören der vulcani-schen Ausbrüche die Erdkruste bis zu derjenigen Tiefe, wo-her das Wasser der kalten Quellen kommt, während der lan-gen Reihe von Jahren bereits die mittlere Temperatur des Ortsangenommen hat.

Aus den vorhergehenden Betrachtungen folgt also, dafsdie Temperatur der sogenannten kalten Quellen unter denWendekreisen atn höchsten ist, dann im Allgemeinen mit dermittlern Temperatur der Orte nach den höhern Breiten hinabnimmt, bis dahin, wo die letztere unter den Gefrierpunctdes Wassers herabgeht. Nach Pasri 1 bildet der Polarkreisdie Grenze der Quellen, weil über denselben hinaus der Bo-den stets gefroren ist und blofs zur Zeit der gröfsten Hitzeeinige sehr oberflächliche aus dem geschmolzenen Schneewas-ser gebildet werden; allein die Messungen zeigen, dafs dieseLinie nicht als richtige Grenze hierfür gelten kann , weil dieIsogeotherme für 0® C. bald über, bald unter derselben hin-läuft 2 . KXmtz 3 hält gleichfalls die Isogeotherme von 0®C. fürdie Grenze der Quellen, glaubt jedoch, dafs noch einige überdiese hinausgehn können, weil das Wasser vor dem Gefrie-ren sich tief unter den Eispunct erkälten lasse und aufserdemErfahrungen dieses darthun sollen, indem namentlich Capt.James 4 an der Hudsonsbay Quellen unter einer Decke vonEis und Schnee das ganze Jahr fliefsend fand. Allein diesebekannte gröfsere Erkaltung des Wassers findet blofs bei ru-hig stehendem, aber nicht bei fliefsendem statt, und auf jedenFall nicht bei solchem, welches mit Eis in Berührung kommt.Giebt es also Quellen jenseit derjenigen Grenze, wo diemittlere Temperatur = 0° C. ist,, so scheint mir dieses nurdann möglich zu seyn , wenn die Bodentemperatur dort etwashöher ist, was bekanntlich an verschiednen Orten statt fin-det. Auf gleiche Weise mufs die Temperatur der Quellen

1 Journ. of a third Voyage cet. Lond. 1826. 4. p. 133.

2 Vergl. Temperatur.

3 Meteorologie. Th. JI. S. 219.

4 L. v. Buch in Foggendorff Ann. XXII. 405.