Ursprung der Mineralquellen. 1115
Fufs tief Kiessand, dann 105 F. Gyps und noch 22 Fufs tie-fergesättigte Soole in einem Salzlager von unbestimmter Mäch-tigkeit 1 . ln Folge dieser und anderer ähnlicher Erfahrungenhat man seitdem an vielen Olten , wo aus geognostischenGründen Salzlager zu erwarten waren, mit glücklichem Erfolgegebohrt und dadurch den verschiedensten Gegenden das un-entbehrliche Salz verschafft.
Die Gebirge, aus denen die Mineralquellen entspringen,enthalten im Ganzen diejenigen Bestandtheile, die in den Was-sern gefunden werden, wie namentlich zu Lansenbrücken er-wiesen ist, auch entdeckte unter andern Fournet 2 , dafs inmanchen Gruben der Auvergne eine Menge kohlensauren Ga-ses emporsteigt, welches zugleich den Quellen zu Barbecotund Boklet den Gehalt an diesem Gas mittheilt. Insbesonderehat G. Bischof 3 die Richtigkeit dieser Hypothese durch diegewichtigsten Argumente unterstützt, F. A. A. Struve 4 aber,dem das Tublicum für seine höchst genaue künstliche Darstel-lung der verschiedensten Mineralwasser in großartigen Anla-gen zu Dresden, Berlin und Brighton vielen Dank schuldigist, hat durch Versuche dargethan, dafs sich die Mineralwas-ser einiger Orte durch Extraction der daselbst vorhandenen Ge-birgsarten darstellen lassen. Im Allgemeinen geht die Rich-tigkeit dieser Ansicht schon daraus hervor, dafs auch die zumUnterschiede sogenannten süfsen Quellen diejenigen Bestand-theile aufnehmen , die den Umgegenden ihres Ursprungs eigen-thiimlich zugehören. Insbesondere zeigte Berzelius 5 haupt-sächlich aus der Uebereinstimmung der geognostischen Ver-hältnisse der Gegend bei Carlsbad und am Mont d’Ora und
1 G. XLIII. 334. LXIV. 155.
2 Kästner Archiv. III. S. 169.
3 Die vulcanischen Mineralquellen Deutschlands und Frankreichs .Bonn 1826. 8. Derselbe in Schweigg. N. Jahrb. d. Chera. n. Physik.IV. 377. VI. 125, 225 u. s. w.
4 Die künstlichen Mineralwässer. Dresden u. Leipzig . 1 Hfl.1825. 11 IIft. 1826. Auch Breislak condensirte die aus einer Solfata-ra aufsteigenden Dämpfe und erhielt ein Mineralwasser von der Artder in der Nähe entspringenden. Dessen Reisen durch Campanien.1802. Th. II. S. 56.
5 Unters, d. Mineralwasser zu Carlsbad u. s. w. in Stockholmer Denkschr. 1822. Daraus in G. LXXIV. 113 ff.