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Ursprung der Mineralquellen. 1121
der Schwefelkiese folgerte man sehr oberflächlich aus Le-merv’s bekannter Nachbildung der Vnlcane durch ein Ge-menge von Schwefel und Eisenfeilicht; allein die Schwefelkiese,in denen die beiden Bestandteile bereits verbunden sind, ent-zünden sich nicht mehr, und auf jeden Fall nicht ohne freienZutritt der atmosphärischen Luft. Behzelius 1 verwirft daherdiese Meinung gänzlich, weil die Art Schwefelkies, die sichleicht entzündet, ein sehr seltenes Mineral ist, und man keinBeispiel von brennenden Schwefelkieslagern hat, die ohnegleichzeitiges Brennen von Steinkohlen nicht bald von selbsterloschen wären. Brennende Steinkohlenlager kündigen sichaber überall durch Bauch an, den man in der Umgebung derThermen nicht wahrnimmt, aufser bei vorhandenen Vulcanen,namentlich bemerkt L. von Buch 2 , dafs solche Kennzeicheneines unterirdisch brennenden Steinkohlenflötzes , welches Klaf-roth als Ursache der Wärme jener Thermen ansieht, sich inder Umgegend von Carlsbad durchaus nicht vorfinden. Beii-zelius meint ferner, dafs ein Steinkohlenflötz zwar lange bren-nend bleiben könne, nach mehrern Jahrhunderten aber vonselbst aufhören müsse, was mit dem leicht erweislichen hohenAlter mancher Thermen nicht wohl übereinstimme. Seitdemman übrigens so viele heifse Quellen beobachtet hat, die inder Nähe noch brennender Vulcane entspringen und ihre Wär-me entschieden durch diese erhalten, nachdem diese Thatsa-che insbesondere durch die vielen gründlichen Forschungen vonAl. von Hümboldt und Leof. von Buch über jeden Zwei-fel erhoben ist, seitdem man ferner die chemischen Analysender ächt vulcanischen Quellen, namentlich der Isländischen ,mit denen der in der Nachbarschaft erloschener Vulcane, na-mentlich in der Umgegend des Puy de Dome und bei Carls-bad , entspringenden Thermen verglichen und ihre nahe Ue-bereinstimmung aufgefunden hat, kann man nicht füglich mehran der Richtigkeit der durch Bekzelius 3 aufgestellten Mei-nung zweifeln, dafs die Hitze im Innern der bereits erlösche-nen Vulcane, welche durch die Decke von so bedeutender
1 G. LXXIV. 174.
2 Bergmännisches Journal 1792. S. 412.
3 A. a. 0. G. LXX1V. 179 lf. Vergl. Daubeny in Edinb. Phil.Journ. N. S. N. XXIII. p. 49.