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Ursprung desselben.
wendigen Gesetze sieht man dennoch zuweilen einzelne Tro-pfen vom heitern Himmel herabfallen, Musschenbroek. 1 be-obachtete dieses bei sehr grofser Hitze und Schwüle, und beiden Alten wird es als ein Prodigium erwähnt, läfst sich abersehr gut erklären. Kaum der Bemerkung werth ist die häufigvorkommende Erscheinung, dafs von ganz klaren Theilen desHimmels einzelne Regentropfen herabzufallen scheinen, dieaber durch den Wind von benachbarten Strichwolken herbei-geführt werden , wie man leicht wahrzunehmen vermag. Amhäufigsten beobachtet man dieses im Frühlinge bei den soge-nannten Aprilschauern. Ist die Atmosphäre bis zu beträchtli-chen Flöhen mit Wasserdampf gesättigt, so können sich leichtohne allgemeine Wolkenbildung einige entstandene Dunstbläs-chen zu einzelnen Tropfen vereinigen und diese dann herab-fallen. Dafs man sie vorher nicht sieht, läfst sich leicht dar-aus ableiten, dafs sie einzeln zu klein sind, um wahrgenom-men zu werden, die aufgestellte Theorie wird aber nicht mehrzweifelhaft scheinen, wenn man die Anwesenheit der kleinenEistheilchen berücksichtigt, denen die Nebensonnen bei heite-rem Himmel ihre Entstehung verdanken; auch hat Kämtz aufeine sehr sinnreiche Weise vermittelst eines schwarzen Spie-gels die übrigens unsichtbaren kleinen Eistheilchen in den Hö-fen erkannt, die sich um das so erhaltene Bild der Sonnezeigen 1 2 .
Dafs der Regen durch Abkühlung der Luft und dadurchbewirkte Reduction des in ihr enthaltenen Wasserdampfs ent-stehe, läfst sich noch näher durch die später zu erwähnendenörtlichen Bedingungendesselben erweisen; zugleich aber stimmtdamit vollkommen überein, dafs die Quantität desselben mitder Erhebung über die Erdoberfläche und der Zunahme dergeographischen Breite abnimmt, welches gleichfalls später zurUntersuchung kommen wird. Hier möge vorläufig die Ein-theilung der Regen in Staubregen, wodurch man den Ueber-gang vom Nebel zum Regen bezeichnen kann, in Strichregen,welche namentlich im Frühlinge aus einzelnen abgesonderten
1 Introduct. T. 1t. 2359.
2 Dafs man solche, am Himmel nicht sichtbare, schwache Höfeum das im Wasser gespiegelte Bild der Sonne wahrnimmt, ist einebekannte Erfahrung.