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Siebenter Band. N - R.
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Menge desselben.

bleibender Entfernung von der Erdoberfläche sich schwebenderhalten, oder nur sehr langsam in verticaler Richtung herab-sinken. Hiernach mufs also dieGröfse der Tropfen der Dicke derWolken, die sich durch eine dunklere bis zur schwarzen Färbungankündigt, und ihrer verticalen Ausdehnung proportional seyn, wasmit der Erfahrung übereinstimmt. Die Bildung des Dunsts unddie Vereinigung seiner Bestandtheile zu Tropfen erfolgt aberdurch Abkühlung , diese kann zwar von unten auf bis zu ei-ner beträchtlichen Höhe, aber auch nur in einzelnen hohemoder niedrigem Luftschichten statt finden; die namentlich ausgröfsern Höhen herabfallenden Tropfen bewegen sich dannzuletzt nicht mehr in Wolken, sondern durch einen dunst-freien Raum, und können also ebensowohl durch Verdampfungan Volumen abnehmen, als auch durch Aufnahme von Was-serdampf wachsen, wobei ihre Zunahme durch die Menge desvorhandnen Dampfs und ihre eigene geringe Temperatur be-dingt wird.

Werden alle diese Bedingungen berücksichtigt, so folgt dar-aus, dafs im Allgemeinen die Tropfen bei niedrigerer Tem-peratur und unter höhern Breiten kleiner, bei stärkerer AVär-me und unter geringem Breitengraden aber grüfser sind. Auchder Nebel befeuchtet die Gegenstände mit kleinen Tropfen,eine scharfe Grenze zwischen beiden Hydrometeoren findetüberhaupt nicht statt, die kleinsten Tröpfen sind daher die-jenigen , welche aus solchen Nebelschichten herabfallen, weildiese nur niedrig gehn 1 , ferner die dem Regen im Winter undbei geringerer Wärme zugehören, weswegen solche auch beiweitem am wenigsten reichliches Wasser geben. Weit gröfsersind dagegen die Tropfen im Sommer und bei Gewittern nachanhaltender Wärme, woraus erklärlich wird, dafs die nafskal-ten Sommer zwar die gröfste Menge anhaltender Regenschauer,aber dennoch nicht selten die geringste Menge von Regen-wasser liefern, indem bei einem einzigen heftigen Gewitteroft inehr Wasser herabfällt, als wenn eine oder selbst mehrere

1 Gehler a. A. Th. IIF. S. 309. bezeichnet das Phänomen durchden eigenthiimlichen, iiiclit allgemein bekannten Ausdruck: Nufs-Niedergehn, und bemerkt dabei ganz richtig, daTs die Tröpfchendurch Vereinigung der Dunstbläschen in den untern Theilen der Nebel-schichten entstehn.