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Siebenter Band. N - R.
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Rege«;

In Deutschland und man darf wohl im Allgemeinen sa-gen in allen Ländern, welche unter dem 48. Grade nördli-

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eher Breite oder unter htihern Breitengraden liegen, giebt einmäfsiger und selbst auch ein stärkerer. Regenschauer, welchergegen eine Stunde dauert, selten einen halben pariser ZollRegenhöhe, und es kann schon eine ganze Nacht hindurchoder selbst 24 Stunden lang beträchtlich stark regnen , wenndie Höhe des im Regenmesser aufgefangenen Wassers dasDoppelte jener Gröfse zeigen soll, nur sehr selten aber istdieses bei einem heftigen Gewitter der Fall. Geht man überden 50. Breitengrad hinaus, so werden die Regenhöhen nochbeträchtlich geringer, jedoch würden die Ausnahmen vondieser allerdings wohlbegründeten Regel häufiger seyn , wennnicht die Regenmesser im Ganzen selten wären und dahermanche ungewöhnlich starke Regengüsse hinsichtlich der ge-gebenen Wasserhöhe unbekannt blieben. Aus dieser Ursacheist es abzuleiten, dafs man nur wenige Beispiele ungewöhn-lich starker Regenmengen genau kennt, die entweder wäh-rend einiger weniger Stunden oder selbst mehrerer anhaltendregnerischer Tage herabfielen.

Vorzugsweise verdient in dieser Beziehung die ganz un-gewöhnliche Regenmenge genannt zn werden, wodurch sichdas Jahr 1813 namentlich in der Zipser Gespannschaft in Un-garn auszeichnete. Nach der Beschreibung von Rumi 1 warschon der Mai anfangs regnerisch, der Juni gleichfalls, danndas Ende des Juli, und die drei folgenden Monate August,September und October hatten zusammen kaum 6 ganz heitereTage. In der Nacht des 24. Aug. trat aber der 48 Stundenlang anhaltende Regen ein, welcher unter andern den von derLomnitzer Spitze kommenden Steinbach und die Poper, woriner sich ergiefst, nebst den andern in jenen Gebirgen ent-springenden Flüssen so anschwellen machte, dafs namentlichdie Vorstädte des Städtchens Käsmark , letzteres selbst und dieUmgegend durch ganz unerhörte und aus frühem Zeiten nichtbekannte Ueberschwemmungen unermefslichen Schaden erlitten.Auf ähnliche Weise regnerisch war hier in Heidelberg undin einem grofsen Theile von Deutschland das Jahr 1829, je-doch kam es nicht zu anhaltenden Ueberschwemmungen, wie

1 Wiener Zeitschrift. Th. V. S. 57 ff.