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Siebenter Band. N - R.
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Regen.

Zone America’s in den waldigen Gegenden der jährliche Re-»genertrag gewöhnlich auf mindestens 100 bis 112 par. Zoll zusteigen pflegt 1 . Dagegen giebt es selbst unter der äcpiatori-»sehen Zone Orte, wo die Regenmenge ungleich geringer ist,als selbst in der geroäfsigten , unter andern namentlich in Cu-»mana, wo sie kaum 7 bis 8 Zoll beträgt. Die Tropfen sinddort ausnehmend grofs, wie in der Regel in den regenarmenGegenden, aber sie fallen sehr einzeln und aufserdem sind dieMonate von December bis September sehr trocken, die Re»gen sind Schlagregen, dauern nur etwa 15 bis 20 Minutenund geben in wenigen Minuten die verhältnifsmäfsig grofseWassermengo. So erhielt v. Humboldt während 6 Minutendas Maximum der in einer bestimmten Zeit herabfallendenWassermenge von 4,5 Linien 2 . ln der Mission San Antoniode Javita in Guiana unter 0° bis 3° N. B. dagegen regnet esfast das ganze Jahr* weil der Wind keine trocknen Luftström?herbeiführt, und die Missionäre Versicherten, dafs es zuweilenfünf Monate ohne Unterbrechung regne. Bei gewöhnlichemRegnen betrug die Menge des herabljpllenden Wassers am er-»sten Mai in 5 Stunden 21 Lin., am dritten Mai in 3 Stunden14 Linken 3 . Auch zu San Carlos fielen an verschiedenen Ta-gen in 2 Stunden 7,5 Lin., in 3 Stunden 18 Lin., in 9 Stuq-»den 48 Lin., und so schätzt v. Humboldt 4 die jährliche Re-genmenge auch dort auf 90 bis 10Q Zoll, zu Vpra-Crux aberbeträgt sie 02 Zoll 2 Linien.

c) Von der Höhe abhängige Menge desRegens.

Betrachtet man die Regentropfen als entstanden aus demDampfe der Atmosphäre durch Abkühlung der Luft und setztman voraus, dafs dieser Niederschlag gleichzeitig in einerSchicht der Atmosphäre von bedeutender Dicke statt finde, somüssen unter der Voraussetzung einer länger als die Fallzeitvon der obersten Höhe herab dauernden Ausscheidung dieser

1 Aus Annaes das Sciencia« ? das Artes e das Letras. T, XVI.p. 54. in v. Humboldt Reis. D, Ueb, Tb. V. S, 270,

2 Eb. Th. V. S. 716.

3 Eb. Th. IV. 6. 216,

4 Ed. Th, IV, S. 30|,