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Siebenter Band. N - R.
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Rege l».

che Al. von Humboldt 1 von diesem merkwürdigen Phäno-mene aufgestellt hat, und mit liecht zieht er einen ursächlichenEinflufs der oleichzeitig veränderten Luftelektricität in Zwei-fei, da die Disposition zu Gewittern vielmehr als Folge derNiederschläge zu betrachten ist. Um jedoch die Sache nochklarer zu überblicken, mufs zugleich berücksichtigt werden,dafs die periodischen Regenzeiten im Allgemeinen nie aufhö-ren, sondern genau genommen blofs von der einen Grenzeder äquatorischen Zone zur andern übergehn und dann wie-der zurückkehren. Denken wir also dieselbe an irgend einemOrte, z. B. unter IS oder 19 Grad N. B. existirend, so dauertsie so lange fort, als die Luft dieser Gegenden iibermäfsigerhitzt und gleichzeitig mit Dämpfen von den so eben durchdie stärksten Regengüsse befeuchteten Strecken überladen ist;die Niederschläge werden häufiger, wie überall dann der Fallzu seyn pflegt, wenn sie einmal begonnen haben und dadurchdas Gleichgewicht der Luftschichten unter einander gestört ist.Dieser Zustand dauert fort, während die Sonne den Wende-kreis erreicht und von demselben wieder zurückkehrt. Sowie dieses geschieht, nimmt die Tageslänge ab, die Tempe-'ratur wird geringer, die Strömungen von der nördlichen Halb-kugel her gewinnen an Stärke, so dafs ihnen die südlichennicht mehr widerstehn können, die eindringenden Luftmassenwerden nicht mehr abgekühlt, um ihren Dampfgehalt abzu-setzen , demnach beginnen die regelmäfsigen Winde und inFolge derselben die Heiterkeit der Atmosphäre wieder, dieperiodischen Regen dagegen wandern südlich unter dem Ae-quatar hin, gelangen bis in die Gegenden des südlichen Wen-dekreises, und so wechseln die Perioden des Regnens und derTrocknifs mit der nothwendig bedingten, der Erfahrung ge-tnäfsen Regelmäfsigkeit.

Die Richtigkeit dieser Ansicht über ein eben so interes-santes als bisher noch keineswegs vollständig erklärtes Phäno-men scheint mir insbesondere durch einige wichtige Thatsa-chen begründet, deren Kenntnifs wir der genauen Beobach-tungsgabe des Al. v. Humboldt verdanken. Zuerst beginnendie Regenzeiten schön früher, als die Sonne das Zenith desBeobachters erreicht, zum Beweise, dafs die von derjenigen

1 ileisen. D. Ueb. Th. UI. S. 350,

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