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Siebenter Band. N - R.
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I

Regen.

im nächstfolgenden Jahre eine Störung verursachte, seit 1819 ohneUnterbrechung fortgesetzt worden, jedoch habe ich die Wind-richtungen nicht mit aufgezeichnet, weil es wegen der Zurück-werfung des Windes von den nahen Bergen unmöglich ist,auch vermittelst der besten Windfahnen genaue Beobachtungenseiner Richtung zu erhalten. Im Ganzen bestätigt sich jedochauch hier das Gesetz, dafs der Wind den Kreis in der Rich-tung von N. durch O. und S. nach W. durchläuft und nurselten bei sehr veränderlicher Witterung einen entgegenge-setzten Gang befolgt, insofern er namentlich bei stürmischemund regnerischem Wetter zwischen NW. und SW. oder häu-figer zwischen W. und S. schwankt. Beim O. Winde ist derRegen am seltensten, auch bleibt das Wetter heiter, währendder Wind durch S. nach W. und selbst NW. bei steigendemBarometerstände übergeht; nur selten beginnt der Regen schonbeim tiefsten Stande des Barometers, meistens erst beim stei-genden, aber der herrschende Wind ist dann südwestlich,jedoch dauert derselbe fort während seines Ueberganges durchW. nach N. und hört erst nach einiger Dauer des letztemgänzlich auf 1 . Die mit Wasserdampf gesättigten Wolken schei-nen also durch südliche Luftströmungen herbeigeführt undihres Wassergehalts erst durch Beimischung kalter nördlicheroder nordwestlicher Winde beraubt zu werden,

g) Einflufs der Jahreszeiten auf die Regen-

m enge n.

Die Winde sind nicht im ganzen Jahre gleichmäfsig ver-theilt, sondern die Menge der einzelnen ist in den verschie-denen Jahreszeiten ungleich, und da die Regenmengen vonden Winden abhängen, so folgt hieraus von selbst deren Ab-hängigkeit von den verschiednen Jahreszeiten. Uebten dieletztem diesen Einflufs ohne Einschränkung aus, so müfstedas Verhältnifs der Winde und der Regenmengen zu denJahreszeiten einander gleich (seyn, allein es folgt schon ausden Resultaten, welche L. von Büch für Berlin erhalten hat,dafs die Zahlen, wie oft ein gewisser Wind wehn muTs,wenn es einmal bei ihm regnen soll, für die verschiednenJahreszeiten verschieden sind, nämlich

1 Vergl. Meteorologie, Barometerschwanknngen.