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Siebenter Band. N - R.
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Regen.

ich dagegen die geringe absolute Regenmenge, z.B, in Beziers ,Marseille und Toulon , ungeachtet ihrer südlichen Lage, wasich mir nicht wohl anders als aus der Hypothese erklärenkann, dafs die vom Meere aufsteigenden dampfhaltigen Luft-massen in zu grofsen Höhen strömen, als dafs sie über fla-chen Gegenden in nicht grofser Entfernung von der Küste sichihres Wassergehalts über den sehr erwärmten Küsten entledi-gen könnten*. Ungleich leichter ist die grofse Regenmengezu Joyeuse erklärbar, wo ungefähr 3 Meilen von der Stadtentfernt sich der Tanargue in einer Richtung von O. nach W.bis zu 4500 F. Höhe erhebt, von welchem daher die kaltenLuftschichten herabströmen, sich mit den in ihrem Fortgangevon Süden her gehinderten Luftmassen vereinigen und die be-deutenden Niederschläge erzeugen. Das arithmetische Mittelaus den ersten 13 Orten giebt für das südliche Frankreich inProcenten für den Winter 22,4, den Frühling 24,57, den Som-mer 16,14, den Herbst 37,01 mit einem bedeutenden Ueber-gewichte der Winterregen über die Sommerregen , aus den 4letzten erhält man aber für den Winter 19,5, den Frühling21,35, den Sommer 33,95, den Herbst 25,60 mit überwiegendemVorherrschen der Sommerregen.

In Italien vereinigen sich die mannigfaltigsten Bedingun-gen, welche auf die Regenmengen an den verschiednen Or-ten einen entscheidenden Einflufs ausüben. Das Land ist anbeiden Seiten seiner Länge nach von Meeren begrenzt, imNorden durch eine zusammenhängende Kette der höchsteneuropäischen Berge, und aufser den zu einer bedeutendenLänge sich erstreckenden Appenninen hat es noch einzelneBerge von nicht unbeträchtlicher Höhe, den Einflufs des be-nachbarten beeisten Aetnagipfels nicht zu erwähnen. Es darfuns daher nicht zu sehr wundern, dafs nach den verschied-nen herrschenden Winden und dem Einflüsse, welchen die

1 Schouw a. u. a. 0. findet die Ursache im Mangel Vorhand-ner Gebirge, desgleichen in dem Umstande, dafs die trocknern afri-canischen Luftmassen der europäischen Südküste zugeführt werden.Ungleich wichtiger aber ist sicher die stärkere Erwärmung der Kü-sten als die des Meers, insbesondere wenn man berüchsichtigt, dafsnach Dove’s richtiger Ansicht die kältcrn Luftströmungen tiefer ge-hend die wärmern uufrollen, die letztem abor sich über die erstemhinwälzen.