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Regen.
KÄmtz hat noch eine Untersuchung hinzngefügt, welcheauf eine ähnliche Weise geeignet ist, den Einflufs der Jahres-zeiten auf die Regenmengen aufzuhellen, nämlich die nachden Monaten geordnete Zusammenstellung der Regentage; al-lein ich gestehe offen, dafs ich in die pünctliche Genauigkeitder hierüber vorhandenen Register nur wenig Vertrauen setze.Mir sind nämlich Beobachter bekannt, deren Gewissenhaftig-keit in der Aufzeichnung der Wetterbeobachtungen nichts zawünschen übrig Iäfst, dennoch aber berechtigt eine genauePrüfung ihrer Register zu der Vermuthung, dafs gerade dieAufzeichnung der Regentage auf die erforderliche Pünct-lichkeit die geringsten Ansprüche machen darf. Inzwischenist dieses auch sehr natürlich und soll diese Bemerkung kei-neswegs als ein Vorwurf gelten. Der Inhalt eines Regenma-fses Iäfst sich ohne eigentliche Mühe ermitteln, und nichtleicht wird irgend ein fleifsiger Beobachter versäumen, dieseMessung mindestens am Ende eines jeden Monats oder nacheinem sowohl ungewöhnlich starken als auch anhaltenden Re-gen vorzunehmen, die übrigen Beobachtungen sind in derRegel an gewisse Zeiten gebunden, und werden meistens nureinige Mal am Tage aufgezeichnet, woran man sich bald ge-wöhnt; die Regen aber kommen regellos dazwischen und esunterbleibt daher leicht die Aufzeichnung derselben. Hierzukommt, dafs die Thatsache, ob es geregnet habe, unbe-stimmter ist, als man gewöhnlich meint, allein man wird die-ses einsehn, sobald man berücksichtigt, wie oft nur einzelneTropfen fallen und dafs nicht selten der Unterschied zwi-schen dicken Nebeln und eigentlichem Regen schwer bestimm-bar ist. Soll daher die Menge der Regentage zur Bestim-mung örtlicher und sonstiger aus den verschiednen Jahres-Zeiten entstehender Einflüsse benutzt werden, so stehn diehierdurch zu erhaltenden Resultate denen weit nach , die sichaus den Regenmengen ergeben. Aus diesem Grunde überhebeich mich einer ähnlichen Zusammenstellung der Regentage, alsdie eben mitgetheilte der Regenmengen ist, und verweise die-jenigen , die auch in diesem Stücke Belehrung suchen, aufdasjenige, was KÄmtz hierin geleistet hat. Wichtig ist in-defs die Bemerkung, dafs man keineswegs für verschiedeneOrte die Menge der Regentage und die Quantität des gefall—nen Regenwassers einander direct proportional annehmen darf.