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Siebenter Band. N - R.
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liegen mafs.

chem das Wasser unmittelbar mit einem Mafsstabe gemessen,oder vorher in ein kleineres, mit einer reducirten Scale ver-sehenes, herabgelassen werden soll, um auf diese Weise auchdie geringem Hegenhöhen genauer zu bestimmen. Von gleichgrofser Oberfläche, nämlich 4 Quadratfufs, ist auch das inFrankreich gebräuchliche Regenmafs, welches Sigeaud de laForm 1 beschreibt. Dasselbe soll von Zinn gemacht und 6Zoll hoch seyn, an der einen etwas W’eniges geneigten Seiteaber eine Röhre haben, durch welche das zusammenfliefsendeRegenwasser in einen wohlbedeckten Krug abläuft; das Mes-sen der Quantität soll dann mit einem gläsernen kubischenGefäfse von 3 Zoll Seite geschehn, in welchem also das imAuffangegefäfse bis zu 0,5 Lin. Höhe anwachsende Wasserbis zu 32 Lin. ansteigt, auf welcher Höhe ein Zeichen ange-bracht wird, um beim Messen zu bestimmen, wie viele halbeLinien Höhe das Wasser im Auffangegefäfse erreicht habenwürde. Hiernach kann die Regenhöhe allerdings sehr genaubestimmt werden, allein das Verfahren ist etwas mühsam.

Bei diesen Regenmafsen darf man billig fragen, warumdie Fläche des Auffangegefäfses so gTofs seyn soll, da es sonahe liegt, einen einzigen Quadratfufs als normale Gröfseanzunehmen; auffallend ist dagegen die Kleinheit, welche dasRegenmafs des Roger I ’iCKERiNG 2 haben soll, nämlich blofs1 Quadratzoll Fläche. Auch hierbei soll das Auffangegefäfsvon Zinn und trichterförmig seyn, zum Messen aber dient eineblofse Glasröhre von 0,5 Zoll Durchmesser auf einem Bretemit einer Scale, vermittelst welcher die Regenhöhen viermalvergröfsert in Zollen und deren Theilen gemessen werden.Die unleugbar zweckwidrige Kleinheit des Gefäfses abgerech-net ist diese Vergröfserung der Höhen empfehlenswerth. Sehrbekannt geworden sind die Regenmafse, welche die Mitglie-der der Mannheimer meteorologischen Gesellschaft anzuwen-den pflegten. Sie bestehn aus einem zum Auffangen dienen-den Kasten von Blech , mit einer seitwärts oder unten ange-brachten Röhre zum Fortleiten des gesammelten Wassers in dasMefsgefäfs.

1 Dict. de Phjs. Art. Ombromhrt.

2 Phil. Traus. 1744. N. 473.