1352 Regenraa fs.
dieser Axe des Rads f ein Getriebe von 8 Triebstecken g, wel-che ein zweites Rad von 80 Zähnen h umtreiben, und an derAxe des letztem abermals ein Getriebe von 20 Triebstecken i,welche das letzte Rad k von 80 Zähnen umdrehn, an des-sen Axe ein Zeiger befestigt ist, um auf einer getheilten Schei-be von 1 bis 40 zu zählen. Nach der Anordnung der Rädergehört jede Einheit dieser Zahlen einer ganzen Umdrehungdes ersten Rads f zu und bezeichnet also einen ganzen ZollRe"enhöhe, so dals vermittelst des Instruments 40 Zoll Re-genhöhe, also mehr als im Mittel in England und an den mei-sten Orten des europäischen Continents in einem ganzen Jahreherabzufallen pflegt, gemessen werden kann.
Die Regulirung oder Graduirung des Instruments geschiehtauf eine einfache Weise. Beträgt nämlich der Flächeninhaltdes Auffangetrichters die angegebene Gröfse von 72 Quadrat-zoll, so verfertigt man ein genaues Mafs, dessen Inhalt ein-mal oder besser n mal 7,2 Kubikzoll beträgt, füllt dasselbemit Regenwasser von mittlerer Temperatur und leert es ein-mal oder n mal langsam in den Trichter aus, nachdem vorläufigdie Zellen des Mafsgefäfses so eingerichtet worden sind , dalsjede derselben etwas mehr als 2,4 Kubikzoll Wasser aufneh—men kann, und regulirt dann den Frictionsstab B durch Ver-gröfserung oder Verminderung und gehörige Stellung des Ge-gengewichts C genau so, dafs 7,2 Kubikzoll Wasser eine ein-zige Umdrehung des Mafsgefäfses bewirken. Man sieht übri-gens leicht, dafs man allgemein nur nöthig habe, den zehn-ten Theil des in irgend einem Mafse gemessenen Flächenin-halts des Auffangetrichters in kubischem Mafse darzustellen undhiernach das Instrument zu reguliren, welches durch die will-kürlich vermittelst des Gegengewichts zu erzeugende Reibungdes Stabs B an den Zapfen des Mafsgefäfses leicht bewerkstel-ligt werden kann. Dabei kann ich jedoch dem absichtlichenRaulmachen der Fläche dieses Stabs keinen Beifall geben,denn die rauhe Fläche mufs sich nothwendig bald glatt rei-ben und dadurch den Gang des Instruments unrichtig ma-chen; ungleich zweckmäfsiger würde es dagegen seyn, denreibeiden Flächen der Zapfen und des Stabs möglichst genaugerade diejenige Glätte zu geben, die sie auch beim fort-daueriden Gebrauche beibehalten würden.
pas beste selbstregistrirende Hyetometer ist durch v. Hob-