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Röhre.
kochtem Theer besteht, dem man vor dem Gebrauche 1 ffKohlenstaub und 2 ff Kalkraehl zusetzt, auch legt man dieRöhren zur Verhütung des Röstens in Kohlenpulver über eineLage Sand, bestreut sie von oben mit Kohlenpulver und
darüber mit Sand und deckt sie dann erst mit Erde zu.
Dafs man sowohl zum Kitte, als auch zum Firnisse statt desgewöhnlichen Theers den bei der Fabrication des Leuchtgasesaus Steinkohlen gewonnenen und noch besser Bergtheer an-wenden könne, wenn beide Substanzen zu haben sind, maghier nur beiläufig erwähnt werden.
4) Die erdigen Theile, wovon das Wasser, man darf
wohl sagen ohne Ausnahme, eine grölsere oder geringere
Menge mit sich führt, inkrustiren die gufseisernen Röhren in-wendig, indem sie sich mit dem gebildeten Eisenoxydhydratezu einer sehr harten Masse vereinigen, dadurch die Röhrenverengern und endlich ganz verstopfen. Enthält das Wasserviel Kalk, wie nicht selten der Fall zu seyn pflegt, so er-folgt dieses sehr bald und erfordert dann eine Reinigung.Meistens ist diese sehr kostspielig und wurde vor einigenJahren in Paris für die dortigen Wasserleitungen zu 100000Francs veranschlagt, geschah aber nachher durch d’Arcet für25000 Fr. durch hineingebrachte Salzsäure. Die Wasserlei-tungen in Prag werden alle 4 bis 6 Jahre vermittelst einer fe-dernden Bim an einem langen Stiele gereinigt, die man indie Röhren einbringt und die angesetzte Kruste damit fort-schafft, indem man den Stiel durch angesetzte Stücke bis auf10 Klaftern verlängert.
b) Bleierne Wasserleitungen.
Man verfertigt jetzt die bleiernen Röhren zu einem ver-hältnifsmäfsig sehr geringen Preise (20, sogar 18 Fl. den Cent-ner) und nur von 1 bis 2 Lin. Metalldicke, so dafs Wasser-leitungen aus ihnen bei weitem nicht so kostbar sind, alsfrüher. Sie gewähren aufserdem den Vortheil, dafs sie sichbei nicht allzugrofsem Durchmesser leicht nach allen Rich-tungen biegen lassen, und aufserdem geschieht das Legen der-selben leicht, indem man blofs nölhig hat, die 20 und mehrFnfs langen einzelnen Theile zusammenzulöthen, wozu nochder Umstand kommt, dafs nach erfolgter Abnutzung der Restdes Materials wieder veräufsert werden kann. Sie haben je-