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Neunter Band. Erste Abtheilung. T - Thermol.
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sich aus einer Trennung des selbst nicht ganz homogenenMetalles in zwei ziemlich regelmäfsig vertheilte ungleiche Me-tallmischungen erklären, Diesemnach war eine noch gröfsereWirkung von ähnlichen Apparaten aus künstlich gemachtenLegirungen zu erwarten. Ein Versuch mit einem aus einerMischung von 8 Theilen Antimon mit 3 Theilen Zink ge-gossenen rectangulären Rahmen gab ein dieser Ansicht günsti-ges Resultat. Denn wenn die Abweichung der Magnetnadelin einem Rahmen von Antimon, welcher mit diesem letztemgleiche Gröfse hatte und gleich stark an dem günstigsten Puncteerwärmt wurde, nur 2°, höchstens 3° betrug, so stieg sie indiesem bis auf 10°, war aber bei Erwärmung anderer Punctegleichfalls Null.

In einem gegossenen Rahmen aus Messing war nicht eineSpur magnetischer Polarisation bemerklich zu machen. Indehnbaren und schwerflüssigen Legirungen scheint sich über-haupt jene zur Erregung einer magnetischen Polarisation er-forderliche Heterogeneität verschiedener Stellen nicht zu bil-den, wie in spröden und leicht flüssigen Legirungen. Spä-tere Untersuchungen lehrten jedoch, dafs eine Heterogeneitätblofs im krystallinischen Gefüge, zunächst nur abhängig vonder mehr langsamen oder schnellen Abkühlung, der eigentli-che Grund jenes Verhaltens von Ringen, Rahmen u. s. w.sey, wie wenn sie aus zwei heterogenen Metallen zusammen-gesetzt wären. Als nämlich jener Antimonring zerbrochenwurde, zeigten sich jene zwei Hälften, die sich wie positi-ves und negatives Metall gegen einander verhalten hatten, inihrem krystallinischen Gefüge wesentlich verschieden , die öst-liche Hälfte zeigte ein feinkörniges Gefüge, die westliche einsternförmig - strahliges. Dieses verschiedene Verhalten hängt vonder verschiednen Art der Abkühlung ab; das durch schnelleAbkühlung erstarrte Antimon nimmt stets ein feinkörniges, dassich langsam abkühlende ein strahlig - sternförmiges Gefügean. Daher Stangen von Antimon , die in aufrechte Formen,besonders in kalte Formen von Eisen gegossen werden, anihrem untern Ende feinkörnig, an ihrem obern Ende strahlig-sternförmig erscheinen. Zwei solche Stangen mit ihren Endenvon jenem verschiedenen krystallinischen Gefüge zusammenge-bracht, an dieser Berührungsstelle erwärmt, und mit ihren bei-den andern Enden zur Kette geschlossen, zeigen eine auffal-