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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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20
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Steppen eine Art Ameisen von der Größe eines Fuchses lebt,und ihre unterirdischen Bauten mit Goldstaub auskleidet, wel-cher sodann von den Bewohnern, auf Kameelcn reitend, umden Verfolgungen dieser Ameisen zu entgehen, in raschemDurchsinge durch die Steppen gesammelt werde. So leicht-gläubig auch der Vater der Geschichte in der Nacherzählungdieser Fabel von Ameisen solcher Größe erscheint, welche auchdurch die Bestätigung des Plinius nicht mehr Glaubwürdig-keit zu gewinnen vermag,*) so geht doch im Ganzen ausdiesen Gcwinnungsarten so viel mit Gewißheit hervor, daßdie Goldgewinnung durch Grubenbetrieb nur sehr unbedeu-tend war, gegen das Sammeln von Goldstaub durch Waschender aufgeschwemmten Bänke, in welcher Weise wohl dasmeiste Gold, wenn nicht ausschließend, gewonnen wurde.

Sehr wahrscheinlich ist es ferner, daß auch die im Nordenvon Persien gelegenen Gegenden, wiewohl sie nur durch Sa-gen den mehr verfeinerten Nationen Mittelasiens bekanntwaren, gleichfalls einigermaßen zur Vermehrung des Gold-reichthums beitrugen. Die Griechen zu Herodots Zeit kann-ten Völkerschaften im Süden der Altai-Gebirge, welche nachden Entdeckungen der Rüsten die Scheidewand zwischen Bak-trien und Sibirien bilden. Von einigen Nomadenstämmenim Norden dieser Gebirge war es bekannt, daß sie Gold imUcbersiusse besaßen. Wir führen hier Herodot an, nicht so-wohl um seine Leichtgläubigkeit darzustellen, sondern um denWiderspruch bemerkbar zu machen, nach welchem Gold alsein in den persischen Besitzungen im Ueberfluste vorkommenderArtikel genannt ist, während die Quellen der Gewinnung des-selben so gering geschildert werden. Der Geschichtschreibererzählt: „im Norden gibt es eine staunenswürdige MengeGold, aber wie es gewonnen wird, vermag ich nicht mitGewißheit anzugeben. Man sagt, daß die Arimaspen, einVolk, welches nur ein Auge hat, dasselbe den Greiffen mitGewalt rauben, aber ich kann nicht glauben, daß Menschenmit einem Auge in allen übrigen Dingen die Natur und

») Herodot 3. Buch Cap. 106.Plim'us 33. B. Cap. 1.