ihrer Gestalt, Stärke und ihres langen Lebens, und wahr-scheinlich sind sie dieselben, welche in den heiligen Schriftenals die großen Aethiopicr bezeichnet werden. Cambyses krie-gerische Expedition gegen sie war ebenso wenig von Erfolgals seine Unterhandlung. Cosmas, ein griechischer Schrift-steller, welcher um das Jahr 535 unserer Zeitrechnung Aethio-pien und wahrscheinlich Indien besuchte, gab einige Nachrichtüber den Handel der Aethiopier mit den Macrobiern *): „DasLand, welches Weihrauch erzeugt, liegt am andern Ende vonAethiopien, 50 Tagereisen von Axum, ohnweit des Oceans,doch nicht dicht an demselben. Das Volk der Barbarei indem benachbarten Lande Sasu sammelt den Weihrauch mitandern werthvollen Spezereyen und bringt selbe zu Wassernach Indien und Arabien. Die Gegend von Sasu ist sehrreich an Goldminen und die Könige von Axum**) sendenjährlich wegen des Goldhandels Volk dahin. Diesem schlie-ßen sich andere Handelsleute an und so entsteht eine Kara-vane von mehr als 500 Personen. Sie führen Rindvieh,Salz und Eisen mit sich. Wenn sie die Grenze erreicht ha-ben, schlagen sie ein Lager auf und umgeben es mit Dornen-hecken. Innerhalb dieser Einfriedigung wird das Vieh ge-schlachtet und zertheilt, die Fleischstücke, sowie Salz und Ei-sen werden rings um die Verzaunung ausgelegt. Hieraufkommen die Landesbewohner und legen neben diesen Waarenein oder mehrere Stücke Gold und warten außerhalb, bis derHandel abgeschlossen ist und der Austausch geschieht. Dieserwird bloß durch Zulegen oder Wegnahme von Gold ein- oderandererseits vollzogen, ohne Sprache, da Käufer und Ver-käufer sich wechselseitig nicht verstehen." Die nämliche ArtHandel zu treiben fand auch bei den westlichen Moorenvölkernstatt, welche Güter mit einigen barbarischen Nationen amNiger tauschten, nach Shaw's***) und Wadstrom'sch) Be-
*) Die beste Ausgabe von Oosnias ^opozinpliia Oliristia»» ist inAlontkuicon 6oII. nova. pntrum 1'om lk.
**) Axum war damals die Hauptstadt von Abyffinien.
*") bilmxv'8 l'ravelki p. 23!).st) VVa>l8troi»'8 Oolnnirittwn p. 24.