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beuten an Silber von daher. Die ältesten Nachrichten hierübersind in den heiligen Schriften enthalten.
Salomon sandte eine Handels-Expedition dahin. Jsaias,dessen Schriften man beiläufig 600 Jahre vor Christo zurückverlegt, wirft die Frage auf: „wer sind die, welche fliegenwie die Wolken und wie die Tauben nach ihrer Heimath?Es sind die Schiffe von Tarschisch, welche deine Söhne ausder Fremde bringen und ihr Gold und Silber mit ihnen." *)Auch Ezechiel, indem er von Tyrus spricht, sagt: „Tarschischwar dein Handelsplatz, wegen der Anhäufung von Reich-thümern aller Art. Dort handelten sie mit Silber, Eisen,Zinn und Blei auf den Messen."") Wir besitzen daher ausden ältesten Urkunden zwei sichere Thatsachen, nämlich daßzwischen Tarschisch und Tyrus ein sehr starker SchiffahrtS-verkehr bestand, und daß die Schiffe bedeutende Ladungenedler Metalle mit sich führten.
Ueber die Lage von Tarschisch haben sich sehr verschiedeneMeinungen ausgesprochen; nach den sorgfältigsten Untersu-chungen ist anzunehmen, daß das alte Tarschisch der Judenund der Griechen ein Ort im südwestlichsten Theile
Europas war. Die alten Schriftsteller erwähnen eines Flus-ses, einer Insel, einer Stadt und einer Provinz dieses Na-mens. Aus dieser Unbestimmtheit der alten Geographie läßtsich der geringe Grad von Sicherheit ermessen, mit welchemman einem bestimmten Orte diesen Namen beilegt, und eSmöchte vielleicht zu der Vermuthung berechtigen, daß die er-sten Besucher ein großes Land so genannt haben, gleichwiedie Entdecker des Welttheils Amerika oder Westindien. Tar-schisch mag daher gleichfalls ein großes Land, etwa Spanienund Portugal zusammen, von der Mündung des Ebro biszum Cap St. Vincent begriffen haben, soweit diese Theileder beiden Königreiche den Phöniziern und Carthaginensernbekannt waren.
Schwierig ist es, den Zeitpunkt des ersten Verkehrs zwi-schen Phönizien und Spanien zu bestimmen, wiewohl derselbe
') Isaia«, Cap. «0 V. 8 u. S.", Ezechiel, Cap. L7 B. SS.