von Compagnien betrieben worden, welche allmählig durchKrieg, Pest und Hungersnoth vertrieben und aus Geldmangelgenöthigt worden, ihre Unternehmungen aufzugeben. Da dieseCompagnien unter Verleihungen von der Krone arbeiteten,so wurden ihre Privilegien nach der Einstellung ihrer Unter-nehmungen eingezogen; als eben die Regierung selbst sie fort-zusetzen beschloß, so bewilligte sie die früher privilegirten fünfAntheile von 128, in welchem Verhältnisse die Minen zurZeit, als Jars selbe besuchte, betrieben wurden. Er beschreibteinige derselben als reich an goldhaltigen Erzen, in jedemCentner seyen 100 Unzen goldhaltiges Silber, und etwasQuecksilber in der Form von Zinnober enthalten.
Die großen Kosten der Wasserhaltung veranlaßten dieAnlage eines Hauptstollens zur Befreiung des ganzen Minen-bczirks von Grubenwässern, wozu nebst der Krone Privatenund Gesellschaften beitrugen. Ein Engländer, besten Namennicht angegeben ist, erbaute einige Wasserhebungs-Maschinen,gegen Zugeständniß der dadurch bewirkten Ersparungen fürzehn Jahre; derselbe soll fünf Maschinen gebaut und durchsein Unternehmen eine große Summe gewonnen haben.*)
v. Born im östreichischen Dienste traf in Siebenbürgenein Bergwerk, aus welchem reines Gold gewonnen wurde.Der Besitzer dieser Grube, Graf Stephan Giulay, sagt er,gestattet selten einem Beamten im Dienste des Kaisers denBesuch derselben; allein der ganze Betrieb derselben, unterLeitung eines wallachischcn Beamten, wurde so ausnehmendschlecht geführt, daß man ein Wallache seyn mußte, um seinLeben bei Befahrung der Grubengebäudc aufs Spiel zusetzen. **)
Born bemerkt ferner über die ungarischen und selbst diechemnitzer Bergwerke, daß seinen Wahrnehmungen gemäß inden alten Werken nur die reichsten Erze gewonnen, die ärme-ren aber zurückgelassen wurden. Ueber die Goldwäschereienim temeswarer Bannst sagt er, daß dieselben ausschließend
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lies sviences «Is pnris. 1774 .
**) Borns Briefe über mineralogische Gegenstände.