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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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232
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wechselseitig durch die Aufsicht auf große Gewinnste und dervenetianische Handel verbreitete sich in Kurzem auf die Städteam schwarzen Meere und alle jene Gegenden, welche dieNachfolger des arabischen Propheten inne hatten.

Im Anfange bestand dieser Verkehr, wie dieß in früherenZeiten der Fall war, hauptsächlich im Sklavenhandel. DieVenetianer kauften Sklaven, gleichviel ob christliche oder un-gläubige, und fanden bei den Mahomedanern, welche Sizilienund Spanien inne hatten, einen guten Absatz derselben. Einenferneren gewinnreichen Handel trieben sie mit dem Verkaufevon Kriegswaffen bei den nämlichen Völkern. Dieser Ver-kehr gelangte, obgleich durch eine Verordnung des KaisersKarl des Großen und durch päpstliche Decrete verboten, aufdem Wege des Schleichhandels zu einer großen Ausdehnung.

Die Bewohner von Amalsi theilten die Unehre und denGewinn dieses Handels mit den Venetianern und bald folg-ten auf dem nämlichen Wege die Städte Genua und Pisa.Vor dem Beginne der Kreuzzüge fanden die Schiffe dieserStaaten eine fernere gewinnreiche Beschäftigung in Ueberfüh-rung der Pilger nach Jerusalem, welche von allen Gegendenchristlicher Länder herbeiströmten, um ihre Andacht an heiligerStelle zu verrichten. Die Stadt Amalsi hatte die Erlaubnißzur Etablirung einer Faktorie in Jerusalem von einem Sul-tan aus dem Geschlechte der Fatemiten, in dessen Gewalt da-mals die heilige Stadt befindlich war, erlangt; diese dientezum schützenden Aufenthalte der Pilger und zugleich als Nie-derlage für die Handelswaaren, welche Europa den Maho-medanern lieferte. Unter solchen Verhältnissen also waren diegenannten italienischen Städte die Canäle, durch welche dasGold aus Indien, aus den östlichen Küstenländern Afrikasund aus dem Innern dieses Continents Europa zufloß. EinTheil davon ging durch die Hände der Byzantiner durchihren Landhandel mit dem Osten, ein anderer gelangte nachKleinasien durch die Städte des persischen Meerbusens, undein Theil wurde über das rothe Meer durch Caravanen ge-bracht, welche diese See in der Nähe der Meerenge von Bab-el -Mandel überschritten und das östliche Arabien nach seinerganzen Länge durchzogen.