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Entdeckung Falkenglöckchen; für eines gab ein Indianer eineganze Hand voll Goldstücke.") Goldne Kronen, welche gleichfallserwähnt werden, besaßen nur die Caziken; ihr Gewicht wirdnicht erwähnt; doch scheinen sie sehr leicht gewesen zu seyn,da Peter Martyr als eine außerordentliche Thatsache erwähnt,daß eine Person einen Goldklumpen von 9 Unzen Gewichterhalten habe. **) Zweifelsohne wurde das von den Einge-bornen gesammelte Gold bloß aus Flußsänd gewaschen; dajedoch diese Gewinnung einen bedeutenden Grad von Arbeitund Anstrengung erfordert, welcher bei der geringen Urbe-völkerung und ihrem Mangel an Energie kaum zu vermuthenist, so mag das von ihnen besessene Gold im Ganzen nichtvon großem Belange gewesen seyn. Weder die ersten nochdie zweiten von Amerika zurückkehrenden Schiffe brachten Goldmit sich, außer einigem Flitterwerk. Die Minister des Kö-nigs Ferdinand klagten fortwährend über die Kosten der Ex-pedition und die geringen Früchte der Entdeckung und kaumvermochte Jsabella durch ihre Festigkeit diese Klagen zu be-schwichtigen.
Nach zwölfjähriger Besetzung von Hispaniola und gänz-licher Unterjochung der Urbewohncr fand man die Versuchefruchtlos, größere Geldsummen selbst durch die angestrengte-sten und den Stamm der Eingebornen ausrottenden Arbeitenzu gewinnen, welche von harten Gouverneuren nach der mil-dern.Verwaltung des Columbus auferlegt worden. In denGegenden der Goldwäschereien mußte jedes über 14 Jahrealte Individuum vierteljährig eine flamändische Falkenglockevoll Goldstaub entrichten (heutzutage gegen 20 Schill'. anWerth). Den Caziken waren weit größere Summen, soeinem derselben, Maniocatex, 10 Pfunde jedes Viertel-jahr, auferlegt. ***) Man überzeugte sich jedoch bald vonder Unmöglichkeit solcher Lieferungen und reducirte sie aufdie Hälfte; allein auch hicdurch wurden die Einwohner zurVerzweiflung gebracht; sie - verließen den Feldbau und bald
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Eb. das. Vnl. N. p. 78.
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