Orriz *) sagt: „Die große Menge Gold und Silber,welche dem Könige von Castilien zufiel, verursachte ein Sin-ken bis zu einem Sechstheilc seines vorigen Werthes."
Don Sancho Moncada, dessen Werk 1619 zu Madriderschien, **) fügt zu der Prahlerei „äs gu<; ei »r» ) ,»!utnerui, ooseulm <Is estu imeinn^ die Bemerkung hinzu: „Border Entdeckung Westindiens kaufte man so viel für einenQuarto, wie jetzt für sechs Realen, und der Besitzer von 100Realen wak so reich als gegenwärtig jener von 600 Realen;denn der Werth des Goldes und Silbers ist mit ihrem Ueber-flusse gesunken, und in gleicher Weise ist der Werth allerArtikel, welche mit Gold gekauft werden, gestiegen."
Eine Berechnung der allgemeinen Gütcrprcise in Italienund Deutschland für die hier betrachtete Epoche würde beider großen Anzahl unabhängiger Staaten, deren Münze,Maaße und Gewichte sehr verschieden und überdieß in fort-währenden Veränderungen begriffen waren, in ein wahresLabyrinth von Zahlen und Berechnungen führen, welche sichnicht auf jenen einfachen Uebcrblick reduciren ließen, den dienämliche Betrachtung für England und Frankreich gewährt.In diesen beiden Ländern haben Maaße und Gewichte nurwenige und leicht calculirbare Alterationen erlitten; und diewahren Werthe der Pf. St. und Livres, obwohl in Metall-gewicht und folglich an Werth vermindert, lassen sich für jedebestimmte Periode ohne Schwierigkeit mit leidlicher Sicherheitausmitteln.
*) 0<»ny»eiillio ä« Ire Ilistnria ,le Lsyanna Vol. IV. >>. 113.
**) Ii<'8t:uu"tti»» eis kl^mnna p. 211. In Gamboa's „Ooium«;»-tarws »» Nie itlinniA 1-aevs <>k (Vol. I. >>. 102) findet
man die Preise vieler Utcnsilien, fixirt durch eine Ordonnanzvon 1368. Wir machen jedoch von derselben keinen Gebrauchzur Vergleichung, indem die Preise in Maravedi's angegebensind, einer Rechnungsmünze, deren damaliger Werth sehr zwei-felhaft ist.