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Bei großen Fluktuationen in der Ausbeute der amerikani-schen Minen während des 17. Jahrhunderts ergab sich doch imGanzen ein, wiewohl nicht sehr bedeutender, Zuwachs derselben.Die Minen von Potosi in Peru waren in großer Abnahmebegriffen. In den ersten 15 Jahren des Jahrhunderts hattensie 1,670,344 Piaster, oder beiläufig 350,000 Pf. St. gelie-fert, wogegen der durchschnittsmäßige Ertrag derselben inden letzten 15 Jahren, von 1685 bis 1600, beide Jahre«unschlüssig, nicht mehr als 550,043 Piaster oder beiläufig116,660 Pf. St. betrug. Zur Zeit der ersten Entdeckungdieser Reichthümer übten die spanischen Eroberer die unbe-schränkteste Gewalt über die Eingeborncn. Sie trieben die-selben zu harter Minenarbcit in ein kaltes, unwirthbaresKlima, welches die Subsistenz in hohem Grade erschwerte unddiese Bersetzung aus den warmen und fruchtbaren Thälern,welche sie in Ruhe und Ueberfluß bewohnt hatten, raffte die-selben in großer Anzahl hinweg. Die Maßregeln der spani-schen Regierung, durch Sendung von Eommifsairen undstrenge Befehle das Schicksal der Eingeborncn zu lindern,blieben ohne Wirkung; die rohen Abenthcuerer , welche sichdes Landes bemächtigt hatten, zollten einer so entfernten undunthätigen Macht, welche die europäische Halb-Insel be-herrschte, sehr wenig Gehorsam. Man versuchte die Zer-störung der einheimischen Bevölkerung durch Sklaveneinfuhrvon den afrikanischen Küsten zu ersetzen; jedoch mit sehr ge-ringem Erfolge. Die Reise bis zum La Plata-Flusse u?rdder Uebergang über die Pampas und Cordilleros verringertedie Anzahl der Gefangenen und schwächte die Ankömmlingein den rauhen Gebirgsrücken von Potosi so sehr, daß diemeisten derselben arbeitsunfähig wurden.
rsueuos-oryrer.
Bei den vermehrten Reisen in den Gegenden La-Plataund Peru entdeckte man einige sehr fruchtbare und mit gesun-dem Klima begabte Distrikte, woselbst bald Niederlassungenin der Nähe solcher Erzniederlagen entstanden, die man sehrsilberreich und etwas goldhaltig fand. Man ließ dieselben