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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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sagt hierüber: *) „Gewöhnlich bemerkt man in Gegenden,woselbst großer Mincralreichthum cxistirt, einen rauhen undunfruchtbaren Boden; allein Chili macht eine seltne undauffallende Ausnahme von dieser Erfahrung. GoldreicheStröme durchschneiden die üppigsten Getreidefelder und anihren Ufern verkehren der Landbebauer und Bergmann mit-einander. "

In jenem nördlichen Theile von Südamerika, welcherfrüher als Neugranada bekannt war und nun Republik Co-lumbia heißt, fand man wenig Silber, aber weit mehr Gold.Die ersten Eroberer fanden Gold in Barquisemeto und ei-nigen andern Orten der Gebirge nordöstlich der Nevada vonMerida, und südlich von Caraccas, indeß scheint sich dieErgiebigkeit dieser Fundorte bald erschöpft zu haben. ImLaufe des gegenwärtig betrachteten Jahrhunderts gewann mandas meiste Gold in Thälern und Schluchten der Gebirgs-Gegenden von Antioquia, im Thale von Cauca, zwischender Central- und westlichen Cordillerenkette, und besondersin dem südlichen Theile der Provinz Popayan. Dagegenwurden die Goldniederlagen in der Provinz Choco erst gegenEnde des 17. Jahrhunderts aufgefunden und gewährten spätereine im Verhältnisse ihrer Ausdehnung weit größere Ausbeutean diesem Metalle als irgend ein Punct der bekannten Erde.Das Klima derselben ist jedoch eines der ungesundesten vonganz Amerika.

Mexiko.

Der bedeutendste Zufluß an Silber in der Epoche von1500 — 1600 kam aus dem Vicekömgreiche Mexiko, woselbstdie Ausbeute der berühmten Grubenreviere von Zaccatecas,Guanaxuato und anderer Districte von zwei bis auf fünfMillionen Piaster im Durchschnitte gestiegen war und diesegegen das Ende des genannten Jahrhunderts selbst nochübertraf.

Wiewohl die Klassen der Eingebornen bei der spanischenEroberung kaum der gänzlichen Vertilgung entrannen, so

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