selben in dem genannten Jahrhunderte jene von Mexiko nochum etwas überstiegen. Wir schätzen daher beide zusammenauf zehn und eine halbe Million Dollars oder Piaster. Hum-boldt berechnet jedoch ferner, daß außer den Ablieferungen andie Münze und den Abgaben der Krone ein ganzes Fünstheilder Erträgnisse durch die Contrcbande absorbier wurde; einnicht unwahrscheinlicher Calcul, wenn die hohen Zölle unddie zu bewachenden ausgedehnten Gränzen erwogen werden.Durch diese Zurechnung erhöht sich der jährliche Zufluß auf12,000,000 Piaster.
Brasilien.
In der nämlichen Epoche begann auch die Goldgewinnungin Brasilien, jedoch nicht in jener Ausdehnung wie in demfolgenden Jahrhunderte; dieselbe kann übrigens schon für da-zumal rmf eine Million Dollars geschätzt werden. Zu diesenLieferungen edler Metalle aus Amerika kommen nun noch diegeringen Ausbeuten der europäischen Bergwerke und der Gold-wäschereien in Afrika hinzu, welche gegen anderthalb Millio-nen Dollars betragen haben mögen. Hieraus ergibt sich da-her ein jährlicher Gesammtzufluß an edlen Metallen vonfünfzehn Millionen Dollars, oder letzteren zu 4 Sch. 2 P.gerechnet, von 3,375,000 Pf. St., welche Annahme mit je-ner Humboldts nahe übereinstimmt. —
Innerhalb des ganzen Jahrhunderts würde daher derStock edler Metalle hiernach einen Zuwachs von 337,500,000Pf. St. erhalten haben. Im 18. Kapitel dieser UntersuchungNaben wir die Folgerung ausgedrückt, daß die in Europaausgeprägte Metallmasse gegen 130 Millionen Pf. St. be-tragen haben möge. Ziehen wir für diese hundert Jahre dieAbnützung nach dem oben angegebenen Maaßstabe in Berech-nung, so würde die im Jahre 1599 in Umlauf befindlichgewesene geprägte Geldmasse im Jahre 1699 auf 87 Mill.Pf. St. rcducirt gewesen seyn.
Wir haben ferner für die frühere Periode angenommen,daß das aus Amerika über Europa nach Indien geflosseneGold und Silber jährlich ein Zehntel des ganzen amerikani-scken Zuwachses betrug. Wiewohl die Holländer, Engländer