Um das Jahr 1790 wurden einige Silberminen in derEbene von Supia entdeckt und Erze in größter Menge auf-gefunden, allein gewisse gesetzliche Proceduren verhinderten dieOperationen ihrer Bebauung. Auch in Manta wurde imJahre 1791 eine Mine eröffnet; sie lierferte jedoch wahrendeiner Epoche, in welcher die Bearbeitungskosten auf 216,000Piaster gestiegen waren, nur 8700 Mark Silber, weßhalbman die Arbeiten einstellte. Diese Minen hatten begrifflicherWeise auf die Gesammt-Ausbeute in dem betrachteten Zeit-raume keinen Einfluß.
« - i l i.
Die Provinz und Generalcapitanie von Chili lieferte we-nig Gold und während des letzten Jahrhunderts noch wenigerSilber. Indeß variirte die Ausbeute wenig und das meisteGold wurde durch Waschen gewonnen. Humboldt giebt an,daß die Ausmünzung in St. Jago, der Haupftadt, woselbstdie Abgabe erhoben wurde, während der letzten Hälfte desJahrhunderts 721,0W Piaster in Gold und 1-16,000 Piasterin Silber betragen haben. Nach Argüelles betrug dieselbe inden ersten Jahren des gegenwärtigen Jahrhunderts noch gegen30,000 Piaster an Silber und 40,000 Piaster an Gold mehr.Unter der Boraussetzung inzwischen, daß frühere Jahre auchweniger geliefert haben können, nehmen wir für den ganzenZeitraum von 1700— 1809 den jährlichen Ertrag zu 850,000Dollars an, daher in Summen 93,500,000 Dollars oder19,532,166 Pf. St.
Buenos-scyre«.
Das Vicekönigreich Buenos-Ayres, welches Potosi, LaPaz und die andern, mit dem Namen Provincias de laSierra belegten westlichen Gebiete begriff, lieferte hauptsäch-lich Silber. Die Ausbeute der Minen von Potosi war von mehrals einer Million Dollars jährlich auf weniger als den drittenTheil herab gesunken; dagegen hoben sich in dem Mäaße, alsdiese Quelle versiegte, die Ausdeuten in andern Bezirken;insbesondere jene von La Paz, Carangas und Oruro. Hum-boldt Liebt die jährliche Produktion aus 4,200,000 DollarS