Nach den wahrscheinlichsten Combinationen schätzen wirdie Ausmünzungen der Jahre 1826 und 1827 auf 11^ Mill.und jene der Jahre 1828 und 1829 auf 12 Mill. Dollars.Nach diesem Calcul wurde die gesammte Gold- und Silber-ausbeute Mexikos in den 20 Jahren von 1810 — 1829220,010,200 Doll., daher im Durchschnitte jährlich 11 Mill.betragen haben, oder nach engl. Währung wie bisher, denDollar zu 4 Sch. 2 P. gerechnet, 2,291,600 Pf. St.
Außer dem geprägten Gelde haben auch einige Ablieferun-gen in Gold- und Silberbarren in den öffentlichen SchatzStatt gefunden. Nach der Beilage Nr. 7 betrugen diese inden 35 Jahren von 1791 —1825 gegen 10^ Million UnzenSilber und 115,130 Unzen Gold; zusammen nahe an dreiMillionen Pfund Sterling. Diese Summe compensirt sichjedoch durch eine größere, welche, so befremdend auchdieser Umstand erscheinen mag, aus Europa nach Mexiko ein-geführt wurde. Wir finden bei Ward die Angabe, *) daß396 Stücke Goldbarren und 1263 Unzen Dublonen, im Ge-sammtbetrage zu 1,036,010 Dollars von dem Londner HauseGoldsmidt u. Comp. als ein Theil der ersten Anleihe nachMexiko gesandt worden sind, welche Summe dort umgeprägtwurde und in der Ausmünzung von 1825 begriffen ist; hier-aus erklärt sich zugleich der große Betrag der Goldausmün-zung in jenem Jahre, welche alle vorhergehenden so weitübersteigt. Die nämliche Autorität liefert uns die Thatsache,daß die vereinigte mexikanische Compagnie aus London 300,000Dollars in Gold dahin sandte. Diese Summen kamen daherden in den genannten Jahren an den Schatz abgeliefertenBarren ohngefähr gleich und unsere Annahme bestätigt sichhierdurch, daß die Minenausbeute innerhalb der 20 Jahrevon 1810 — 1829 11 Mill. Doll. nicht überstieg.
Anmerkung. Die ohnlängst erschienene werthvolle Reise-beschreibung des Bergwerks-Directors Burkart (Aufenthalt undReisen in Mexiko in den Jahren 1835 —1834. Stuttgart,
') Ward's Mexiko. V»l, II. S. 17.