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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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Minas-Gcraes abgeliefert worden seyen. ") Die Richtigkeitdieser Angabe würde auf ein Herabsinken der Ausbeute innerehalb 10 Jahren von 825,000 bis auf 35,000 Pf. St. schlie-ßen lassen.

Wahrscheinlich ist es, daß nach dem Jahre 1812 eine be-deutende Abnahme eintrat. Beim Ausbruche des Kriegeszwischen England und den vereinigten Staaten Nordamerika'Sstieg der Preis der Baumwolle so hoch, daß man es inBrasilien weit vortheilhaster fand, die Sklavenarbeit auf denAnbau der Baumwolle, anstatt auf die Goldwäschereien zuverwenden und seit dem Ende dieses Krieges hatte man über-haupt die Cultur der tropischen Bodenerzeugnisse als die vor-theilhafteste Verwendung der Arbeit gefunden.

Nach einer von Eschwege in Brasilien erhaltenen offi-ziellen Darstellung wurden in 631 Goldwäschereien in MinaS-Geraes durch beiläufig 16,000 Arbeiter 79,697 Pfunde Goldim Werthe zu 318,790 Milreis gewonnen. Von dieser Pro-duktion muß ein Fünftheil als Abgabe an die Krone abge-zogen werden, daher nur noch 63,638 Pfunde verbleiben,womit der Ersatz für durch harte Arbeit untauglich gewordeneSklaven und der Unterhalt der ganzen bei den Goldwä-schereicn verwendeten Mannschaft gedeckt werden mußte. Da, nun das Netto - Erträgniß an Gold wenig mehr als 4 Pfundeauf den Kopf der dazu verwendeten Arbeiter betragen zuhaben scheint, so befremdet es nicht, daß diese Art von In-dustrie gegen den einträglicheren Anbau von Zucker, Baum-wolle, Kaffee und anderer Bodenerzeugnisse aufgegeben wurde.")Nach den über den innern Zustand Brasiliens bekannt gewor-denen Nachrichten ist es wahrscheinlich, daß die in den Gold-

') Brasilien als unabhängiges Reich geschildert von Ritter v. SchässerAlton» 1824.

-) Siehe Beilage Nr. S.

Graf Mollien erwähnt in seiner Reise durch Eolumbien, daß„ein Bergwerk, welches mit 6V Sklaven betrieben wird, undjährlich 20 Pfunde Gold liefert, als ein vortheilhaftcs Etablissementbetrachtet werde." Hiernach berechnet sich auf jeden Arbeiter eineProduction auf j Pfund. Dasselbe hat nur 18 Karate Feingehalt

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