berwaaren, größtenteils nur für den eigenen Bedarf, ver-fertigt werden, so ist es wahrscheinlicher, daß die gesummteSilberconsumtion der Schweiz nicht weit unter 200,000 Un-zen jährlich zurück bleibt."
, „Ich schließe mit einigen weiteren Bemerkungen, welcheIhnen vielleicht von einigem Nutzen seyn dürften. Währenddes löten Jahrhunderts befanden sich in Gens bedeutendeManufakturen von Goldborten und Posamentircr-Arbeiten,welche sich jedoch allmählig nach Lyon übersiedelten. In dernämlichen Epoche begann die Uhrenfabrication in erstererStadt. Der erste Uhrmacher etablirte sich 1587 und imJahre löOO erschienen die ersten obrigkeitlichen Regulirungendieses Gewerbes. Von dieser Zeit an stieg der Goldverbrauchfür diesen Industriezweig fortwährend bis zum Jahre l789,als in Folge des Ausbruches der französischen Revolution undder später Statt gefundenen gezwungenen Vereinigung mitFrankreich eine reißende Verminderung desselben eintrat. DieUhrenfabrication näherte sich ihrem gänzlichen Verfalle, bisendlich die Uhrmacher auf die Verfertigung der kleinen Da-men-Uhrcn verfielen, wodurch ihr Gewerbe wieder neuen Auf-schwung erhielt, obwohl dasselbe nicht mehr den Gewinn,wie vor dem Jahre 1789 abwirft. Da jedoch zu gleicher-Zeitauch die Juwelircr-Arbciten zugenommen haben, so ist es,alle Umstände zusammen genommen, nicht unwahrscheinlich,daß die gegenwärtige Goldconsumtion jener vom Jahre 1789wieder ziemlich nahe steht."
„In Neufchatel begann die Uhrenfabrikation erst gegen dasEnde des 17ten Jahrhunderts. Im Jahre 1780 betrug ihreAusfuhr 40,000 Stücke; gegenwärtig ist dieselbe auf 130,000Stück jährlich gestiegen und es besteht für ihre regelmäßigeZunahme eine günstigere Aussicht, als für jene von Genf.
Unsere Goldconsumtion wird theils mit Barren, theilsmit Goldmünze verschiedener Länder bestricken. Für Silber-waare wird, wie ich glaube, größtenteils Münze verbraucht.Gröberes Geld wird kaum in der Schweiz geprägt, indemallenthalben fremde Münze im Umlaufe befindlich ist. Nuran geringeren Münzen (unter einem Schilling Werth), mitKupfer gemengt, besitzen wir eine beträchtliche Quantität.Bei Vergleichung des Bevölkerungsstandes mit jener Eng-lands dürfte vielleicht die Menge dieser geringen Münzsortenum den dreifachen Betrag größer sein. ' Ohne Zweifel ist Ih-nen bekannt, daß eine große Quantität schweizer Uhren undJuwelirer-Arbeiten jährlich nach* Frankreich eingeschwärztwird; sie werden daselbst gestempelt und als französische Er-zeugnisse verkauft; daher die ofsiciellen Angaben über dieUhrenfabrikation von Besan?on und Paris keinen vollenGlauben verdienen."