Wolke.
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aus die Wolken ihrem Wesen nach bestehn, keinem Zweifelunterliegen, insbesondere wenn man hinzunimmt, dafs die Ne-bel auf gleiche Weise als die Wolken nicht blofs dichter unddünner sind, sondern auch aus dem einen dieser Zustände inden andern übergehn, und sich ebenso aus der heiteren Luftbilden, als wieder in dieselbe auflösen. Beide bestehn hier-nach aus mehr oder weniger dicht angehäuften Dunstbläschen,über deren Wesen bereits das Nöthige erörtert worden ist *, undbeide verdanken ihren Ursprung der Abkühlung der Luft, ver-möge welcher ein Theil des darin enthaltenen Wasserdampfesniedergeschlagen und in ungleich kleine, im Allgemeinen sehrkleine Kügelchen verwandelt wird, die aus einem dünnen, ver—muthlich mit Wasserdampf gefüllten Häutchen bestehn undsich durch zunehmende Wärme wieder in durchsichtigen Dampfverwandeln, mithin dein Anscheine nach verschwinden. Ver-dichten sich diese Bläschen etwas mehr, so werden sie schwe-rer und sinken als Nebel herab, welcher sich bei grofser Kältezuweilen als Rauch, eij verschiedene Körper anlegt, odersie vereinigen sich zu eigentlichen Tropfen und bilden Regen,Schnee und Hagel. Sofern es also bei allen diesen Processenblofs auf das Verhalten der Wärme ankommt, wie dieses beider Untersuchung der einzelnen Hydrometeore genügend gezeigtworden ist, so bedarf es der künstlichen Hypothesen nicht, dieman früher zur Erklärung derselben, und also auch der Wolken,aufgestellt hat und die wir daher nur im Allgemeinen hier über-blicken wollen. Dahin gehört die von vielen gehegte Hypo-these, wonach das die Massenpartikelchen umgebende, elek-trische Fluidum ihr Schweben bewirken und nach seiner grö-fseren oder geringeren Dichtigkeit und einer dadurch erzeugtenAbstofsung den Zustand der Lockerheit oder Dichtigkeit be-dingen soll. De Saussure 1 2 3 nahm eine wirkliche Auflösungdes Wassers in Luft an, und ein Niederschlag kann hiernacherst nach eingetretener Sättigung statt finden, worauf dann der
1 S. Art. Dunst. Bd. II. S. 644 und Nebel, feuchter. Bd. VII. S.13. Vergl. Art. Degen. Bd. VII. S. 1218.
2 Nicht allezeit geht hei der Bildung dieses Niederschlags darWasserdanipf erst in Bläschen über, sondern er scheidet sich oft aus derheiteren Luft ab. Vergl. Art. Reif. Bd. VII. S. 1391.
3 Essays sur l’hygrometrie, Neufchat. 1783. Erf. III. ch. 1 n. 2.